Um 12.35 Uhr zogen sie ein schwarzes Tuch von dem neuen Boliden, der als Hommage an den neuen Namenssponsor Lotus schwarz-gold lackiert ist. In dieser traditionsreichen Farbkombination hatte der einstige Lotus-Rennstall einst viele Erfolge eingefahren, unter anderem mit Mario Andretti oder Ayrton Senna.
Der britische Sportwagen-Hersteller Lotus, der dem malaysischen Proton-Konzern gehört, engagiert sich finanziell beim Renault-Rennstall, der seit gut einem Jahr zunächst mehrheitlich und inzwischen zu 100 Prozent im Besitz der Investmentfirma Genii des Luxemburgers Gerard Lopez ist. Das Team Lotus des malaysischen Fluglinien-Besitzers Tony Fernandes, im vorigen Jahr bester der drei Neulinge, beansprucht den Namen Lotus aber auch weiterhin. Der Streit soll am 21. März vor einem englischen Gericht verhandelt werden.
Unterstützer Putin
Während Kubica als Stammfahrer gesetzt war, musste Petrow nach schwankenden Leistungen in seiner Debütsaison bis kurz vor Jahresende auf seine Vertragsverlängerung warten. Mit seinem Auftritt beim Saisonfinale in Abu Dhabi, als er Ferrari-Pilot Fernando Alonso 39 Runden hinter sich hielt und so Vettel im Red Bull den Weg zum Titel ebnete, hatte er aber wohl die entscheidende Werbung für sich gemacht und sich unter anderem gegen Adrian Sutil und Nick Heidfeld durchgesetzt, die sich Hoffnungen auf das zweite Renault-Cockpit gemacht hatten.
Unterstützung erhält Petrow, der am Dienstag die Jungfernfahrt machen darf, sogar von Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin, der dem Team kürzlich eine staatliche Hightech-Firma als neuen Sponsor besorgt hatte. Die Ambitionen für 2011 sind nach Platz fünf bei den Konstrukteuren im Vorjahr sehr hoch. „Unser Ziel ist ganz klar: Wir wollen gewinnen», sagte Teamchef Eric Boullier.
Zu Demaart
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