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Loeb holt sich ersten Matchball

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Achter Sieg bei der achten Deutschland-Rallye

RALLYE – Alle Achtung: Rekordweltmeister Sébastien Loeb hat auch die achte WM-Auflage der Deutschland-Rallye dominiert und duldet im „geloebten Land“ unweit seiner elsässischen Heimat weiter keinen anderen Sieger.

Mit seinem fünften Saisonerfolg und Nummer 59 seiner Karriere hat sich der Superstar sogar schon für den nächsten WM-Lauf in Japan (10. bis 12. September) den ersten Matchball zum siebten WM-Titel in Folge erarbeitet.

„Wir hatten nie ein Problem bei dieser Rallye. Ich glaube, ich bin perfekt gefahren“, sagte Loeb schon bevor er wie gewohnt nach der spektakulären Abschlussprüfung „Circus Maximus“ im Herzen von Trier mit seinem Citroën C4 vor der alt-ehrwürdigen Porta Nigra auf die Siegerrampe rollte. „Es ist ein tolles Gefühl, dort als Sieger zu stehen“, sagte der Franzose.

Loeb hatte am Ende 51,3 Sekunden Vorsprung vor seinem spanischen Teamkollegen Dani Sordo, sein Landsmann und „Kronprinz“ Sébastien Ogier machte als Dritter (2:13,3 Minuten zurück) das reine Citroën-Podium perfekt. Ogier verlor aber in der Gesamtwertung weiter an Boden auf den Champion, der unaufhaltsam seinem siebten WM-Titel in Folge entgegenfährt. Mit 191 Punkten hat Loeb, der bei fünf Siegen, zwei zweiten und zwei dritten Plätzen bei allen neun Saisonläufen auf das Podium fuhr, jetzt 58 Zähler Vorsprung vor Ogier.

Bester Nicht-Citroën-Pilot war der Finne Jari-Matti Latvala im Ford Focus, der zuletzt seine Heim-Rallye gewonnen hatte, auf Rang vier (2:33,9). Sein Landsmann und Teamkollege, Vize-Weltmeister Mikko Hirvonen, schied am Sonntag wegen eines Getriebeschadens aus. Der frühere F1-Weltmeister Kimi Räikkönen kämpfte in einem weiteren Citroën C4 lange Zeit um Platz sechs, holte am Ende mit Rang sieben (8:50,5) seine zweitbeste Platzierung in seiner Debüt-Saison. Mit der „Circus Maximus“ gewann er auch die erste WP seiner Rallye-Karriere.

Zwei Schrecksekunden hatte es am Samstag bei zwei Brandunfällen gegeben: Bei einem wurde das niederländische Fahrer-Duo Jasper van der Heuvel/Martine Kolman verletzt. Ein zweiter Brand endete glimpflich, zog aber wegen Waldbrandgefahr einen massiven Löscheinsatz nach sich. Der Mitsubishi von van der Heuvel fing nach der Zieldurchfahrt der zehnten Prüfung in Baumholder durch einen technischen Defekt Feuer. Dabei zog sich Beifahrerin Kolmann schwere Brandverletzungen an den Händen und im Gesicht zu. Van der Heuvel erlitt leichte Verletzungen im Gesicht. Beide wurde mit Hubschraubern in eine Spezialklinik geflogen.

Rallye-WM in Zahlen

Deutschland-Rallye, 9. von 13 WM-Läufen, Endstand nach drei Etappen und 19 Wertungsprüfungen: 1. Sébastien Loeb/Daniel Elena (Frankreich/Monaco) 3:59:38,3, 2. Daniel Sordo/Diego Vallejo (Spanien) 0:51,3 Minuten zurück, 3. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (Frankreich) alle Citroën C4 2:13,3, 4. Jari-Matti Latvala/Mikka Anttila (Finnland) Ford Focus 2:33,9, 5. Petter Solberg/Chris Patterson (Norwegen/Großbritannien) Citroën C4 6:47,7, 6. Matthew Wilson/Scott Martin (Großbritannien) Ford Focus 8:46,7, 7. Kimi Räikkönen/Kaj Lindström (Finnland) Citroën C4 8:50, 5, 8. 8. Khalid Al Qassimi/Michael Orr (VAE/Großbritannien) Ford Focus 17:36,5

Sieger der Wertungsprüfungen: Loeb WP1-3, 5, 7, 9, 10, 16, 18, P. Solberg 4, 11, 14, 15, 17, Sordo 6, 8, 12, 13, Räikkönen 19

WM, Stand in der Fahrerwertung: 1. Loeb 191 Punkte, 2. Ogier 133, 3. Latvala 117; Markenwertung: 1. Citroën 308, 2. Ford 222, 3. Citroën Junior Team 168