Donnerstag15. Januar 2026

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Letzter Hawaii-Test für Bockel

Letzter Hawaii-Test für Bockel
(Tageblatt-Archiv)

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Rund anderthalb Monate vor seinem großen Rennen beim Ironman Hawaii unterzieht sich Dirk Bockel am Sonntag einem letzten praktischen Test beim "Challenge Walchsee-Kaiserwinkel".

Der Triathlon im Tirol geht über die halbe Distanz, so wie beim Ironman 70.3. Geschwommen wird die 1,9 km lange Strecke im Walchsee, auf nur einer Runde. Der 90 km lange Radparcours hat es indes in sich. Die Strecke ist geprägt von einem Dutzend Steigungen, ein Flachstück sucht man beim österreichischen Challenge vergebens. Zweimal haben die Fahrer einen giftigen Anstieg zu meistern, der sich auf 2 km Länge von 550 Höhenmetern auf 720 m ansteigt.

Die Laufstrecke ist leicht kupiert und führt in vier Runden entlang des Walchsees, bis das Ziel nach einem Halbmarathon (21,1 km) beim Ferienclub erreicht ist.

Vorteil Bockel

Bei den Männern kommt es zum brisanten Duell zwischen Dirk Bockel und Michael Raelert. Für den jüngeren der Raelert-Brüder ist der Challenge der erste Einsatz nach einer langwierigen Knieverletzung. Der zweifache 70.3-Weltmeister, der sich bewusst lange Zeit mit dem Aufbau gelassen hat, um gleich wieder ein hohes Niveau zu erreichen, geht das Rennen zuversichtlich an und will es seinem Bruder Andreas gleichtun: „Andi hat hier 2012 gewonnen und mir vom landschaftlichen Reiz und der besonderen Atmosphäre des Rennens erzählt. Ich freue mich deshalb sehr darauf, hier dabei zu sein und es selbst zu erleben.“

Bei Dirk Bockel lief es zuletzt ebenfalls nicht wunsch- und programmgemäß. Nachdem er 2013 den Challenge Roth gewinnen konnte, musste er Mitte Juli mit dem 6. Platz vorliebnehmen. Jetzt will der 37-Jährige dorthin, wo er im März aufgehört hatte: mit einem Sieg in Melbourne (AUS). Der Luxemburger nimmt die Herausforderung gegen den Deutschen gerne an: «Die Bilder vom Rennen und der Landschaft haben mich seit Jahren beeindruckt und bei der Streckenbesichtigung kam ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.»

Zahlreiche Favoriten

Sportlich liegt der Vorteil bei Dirk Bockel, der die selektiven Radstrecken liebt. Insgesamt ist das Favoritenfeld allerdings breit, neben diesen beiden Topfavoriten muss man den Österreicher Michael Weiss im Auge behalten, der sich wie Bockel im Aufbau für den Ironman auf Kona befindet. Zu beachten gelten auch die Deutschen Markus Fachbach und Per Bittner, der Italiener Massimo Cigana und der Lokalmatador Thomas Steger. Nicht am Start ist der Titelverteidiger James Cunnama (RSA).

Bei den Frauen führt wohl kein Weg am vierten Sieger der Titelverteidigerin Yvonne Van Vlerken vorbei, die auch schon in Luxemburg zu Gast war. Die Holländerin muss dabei wachsam gegenüber der amtierenden Europameisterin im Powerman (Duathlon über die lange Distanz), Jenny Schulz, und der Siegerin des Chiemsee-Triathlons, Daniela Sämmler (beider GER), bleiben.