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Laurent Carnol verpasste das Finale um 6/100

Laurent Carnol verpasste das Finale um 6/100

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Wie schon vor zwei Jahren in Budapest war auch gestern in Debrecen der Mittwoch der wichtigste Tag bei der EM für die Luxemburger Delegation.

2010 stieß Laurent Carnol überraschend ins 200-m-Brust-Finale vor, am Mittwoch lagen die Erwartungen auf dem gleichen Niveau. Fortuna sollte dem Ettelbrücker aber nicht zur Seite stehen, denn er verpasste den Sprung ins Finale am Donnerstag (24.05.12) um 6/100.

Die Resultate

50 m Rücken Männer, Vorlauf (43 Teilnehmer):
1. Mirco Di Tora (ITA) 25:19 Sekunden, 17. Flori Lang (SUI) 25:94, … 38. Jean-François Schneiders (L) 27:00.

200 m Brust Männer, Vorlauf (59):
1. Panagiotis Samilidis (GRE) 2:10:61 Minuten, 9. Laurent Carnol (L) 2:13:36.

200 m Brust Männer, Halbfinale (16):
1. Daniel Gyurta (HUN) 2:10:06, 8. Akos Molnar (HUN) 2.12.23, 9. Carnol 2:12:29.

Die 200 m Brust der Männer waren die dritte Disziplin des dritten EM-Tags, Laurent Carnol trat in Debrecen im dritten Vorlauf an. Insgesamt wurden fünf Vorläufe geschwommen, letztere mit dem Favoriten, Weltmeister und Titelverteidiger Daniel Gyurta. Der Ungar wurde Zweiter im Gesamtklassement. Dank seiner guten Meldezeit (vom Euro Meet, 2:09:78) wurde Carnol die günstige vierte Bahn zugeteilt, neben Flavio Bizzarri (ITA) und seinem ewigen Rivalen (auch vom Euro Meet) Hugues Duboscq. Während der Italiener mit dem ersten Armzug davonzog und diesen Lauf gewann, verpasste der Franzose überraschend als 20. des Gesamtklassements das Halbfinale.

Carnol legte indes seine ganze Routine in den Lauf, lag nach 50 m noch hinter Käser (SUI) auf Platz drei, um auf den letzten 150 m in 2:13:36 den zweiten Platz zu kontrollieren und als Neunter im Schlussklassement problemlos in die Halbfinals am späten Nachmittag einzuziehen. Nach seinen gelungen Auftritten an den beiden ersten EM-Tagen musste Jean-François Schneiders gestern im Rücken-Sprint einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Mit einer Endzeit von 27:00 verpasste der Wiltzer seine Bestzeit um 88/100. An und für sich kein Beinbruch, da Schneiders auf die 200 m Rücken (am Freitag) vorbereitet ist und die 50 m dementsprechend nicht ins Konzept passen. Dennoch hatte man den Sprint am Mittwoch als Test für die Grundschnelligkeit ausgegeben und die Rechnung ging nicht hundertprozentig auf. Wobei bei einem Sprint alles passen muss und ein kleiner Fehler rigoros bestraft wird. Schneiders wird bei dieser EM an den 200 m gemessen, sein Tag schlägt also am Freitag, mit der Attacke auf die B-Norm für die Olympischen Spiele.

Enttäuschung

Um 17.29 Uhr wurde schließlich in Debrecen das zweite Halbfinale über 200 m Brust gestartet, mit der luxemburgischen Hoffnung auf Bahn zwei. Es sollte aber nicht der Abend des Laurent Carnol werden, der am Ende mit dem Schicksal hadern durfte. Schon im Vorfeld hatte der SCDE-Schwimmer gemutmaßt, dass er bei der EM nicht hundertprozentig in Form sein würde, weil Arbeiten an der Uni die Vorbereitung beeinträchtigt hatten. Eine 2:11 würde ihn bereits zufriedenstellen, hatte Carnol im „T“-Interview gemutmaßt (siehe „T“ vom Montag). Nationaltrainer Ingolf Bender hatte zudem vermutet, dass das ungarische Becken nicht sehr schnell ist. Zu allem Überfluss kam hinzu, dass der Luxemburger in dem langsameren Halbfinale schwamm.

Marco Koch machte in diesem zweiten Halbfinale das Tempo, der Deutsche zog nach 50 m der Konkurrenz davon, die Meute tat sich schwer, Koch zu folgen. Dementsprechend schwer hatte es Carnol, der auf der letzten Bahn noch einmal Boden gutmachte (drittschnellste Zeit), sich zu orientieren. Der 22-Jährige schlug zwar als Vierter seines Laufs an, 6/100 hinter Akos Molnar; in der Gesamtrechnung belegte der Ungar aber den 8. Platz und damit hatte Carnol das Finale um einen Wimpernschlag verpasst. Schade, denn Konkurrenten, die am Morgen hinter ihm lagen, Käser und Vom Lehm (D), waren ebenfalls 13/100 bzw. 20/100 schneller. Auch wenn dieser neunte Platz das zweitbeste EM-Ergebnis eines Luxemburgers ist, so war die Enttäuschung doch allenthalben groß, denn das Finale hatte sich Carnol als Ziel auf die Fahne geschrieben.

Am vierten EM-Tag am Donnerstag (24.05.12) stehen je zwei Einzelrennen bei den Männern und Frauen sowie die 4×200-m-Freistilstaffel der Damen auf dem Programm. Keines dieser Rennen ist mit luxemburgischer Beteiligung. Und da Carnol das Finale am Donnerstag (24.05.12) leider verpasst hat, kann die FLNS-Mannschaft einen Ruhetag einschieben.