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K.o.-Gipfel der Weltmeister in Gruppe D

K.o.-Gipfel der Weltmeister in Gruppe D

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Das Duell der Italiener mit Uruguay wird zum K.o.-Gipfel. Einem der beiden einstigen Weltmeister droht das gleiche Schicksal wie den bereits gescheiterten Engländern. Dagegen kommt es in Gruppe C zu einem Dreikampf um den einen noch freien Achtelfinalplatz.

Italien oder Uruguay? Im Finale der Gruppe D am Dienstagabend (24.06.14/18.00 Uhr/ZDF) wird es nach dem frühen Aus der Engländer einen weiteren Weltmeister treffen.

Im Duell der Squadra Azzurra mit den punktgleichen Südamerikanern entscheidet sich, wer dem bisherigen Überraschungsteam aus Costa Rica in das Achtelfinale folgt. „Es ist mit keiner anderen Partie vergleichbar, die ich bisher erlebt habe“, bekannte Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli. Auch WM-Veteran Andrea Pirlo verspürt intensiven Nervenkitzel: „Die Partie ist vergleichbar mit einem Halbfinale oder Finale.“

Noch brisanter ist die Ausgangslage in der Gruppe C. Schließlich gibt es einen Dreikampf um einen noch freien Achtelfinalplatz. Die Elfenbeinküste (3 Punkte) geht aus der Pole Position ins Rennen und kann mit einem Sieg über Griechenland (1) aus eigener Kraft alles klarmachen. Dagegen sind die Japaner (1) selbst bei einem Sieg über die bereits qualifizierten Kolumbianer auf einen günstigen Ausgang des anderen Gruppenspiels angewiesen.

Die Ivorer Yaya und Kolo Touré stehen vor dem schwersten Spiel ihrer Karriere: Trotz des Todes ihres jüngeren Bruders Ibrahim entschieden sich beide Profis für einen Verbleib in Brasilien. Es sei im Sinne des Verstorbenen, das Turnier zu Ende zu spielen.

Top-Spiel

Höhepunkt des 13. WM-Spieltages ist die Partie des viermaligen Weltmeisters aus Italien gegen den zweimaligen Titelträger aus Uruguay. Aufgrund der besseren Tordifferenz genügt der Squadra Azzurra ein Remis, um die zweite WM-Vorrundenpleite in Serie abzuwenden. Die schlechte Ausgangslage kann Uruguays Oscar Tabárez nicht schrecken: „Diese Mannschaft hat schon oft bewiesen, dass sie unter Druck die richtige Antwort findet.“

Groß ist der Respekt der Italiener vor der gegnerischen „Tormaschine“ Luis Suárez und dessen kongenialem Angriffspartner Edinson Cavani. „Ich sehe keine zwei anderen Spieler wie diese beiden in einem anderen Team“, hatte Coach Cesare Prandelli schon vor der WM gewarnt.

Unter Hochspannung

Nach den Überraschungserfolgen über Uruguay und Italien plant Costa Rica den nächsten Coup. Schon ein Unentschieden gegen England garantiert den ersten Gruppensieg der WM-Geschichte. Damit könnte das Team von Trainer Jorge Luis Pinto möglicherweise einem schwereren Gegner im Achtelfinale aus dem Weg gehen. „Wir haben große Lust, weiter Geschichte zu schreiben“, sagte Mittelfeldakteur Celso Borges.

Ähnlich wie den Ticos gelangen auch den Kolumbianern in den ersten beiden WM-Spielen zwei Siege. Deshalb hält sich die Anspannung bei den Cafeteros vor der Partie gegen Japan in Grenzen. Dagegen stehen alle anderen Gruppenteams unter Hochspannung. Vor der Partie gegen Griechenland wird bei Ivorern die immer gleiche Frage diskutiert, ob Superstar Drogba in der Startelf steht. Trainer Sabri Lamouchi reagiert zunehmend genervt: „Es ist wichtig, nicht nur auf Didier Droga fixiert zu sein.“ Sein griechischer Kollege Fernando Santos hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben: „Die Elfenbeinküste ist in der besseren Situation. Aber noch ist niemand ausgeschieden.“

Nur ein Wunder

Noch schlechter stehen die Aktien für Japan. Nur ein kleines Fußball-Wunder kann die Blauen Samurai vor dem frühen Abschied bewahren. Trainer Alberto Zacheroni ließ offen, ob er den zuletzt wechselhaften Shinji Kagawa in die Startelf beordert. Der Manchester-United-Profi übte Selbstkritik: „Ich respektiere den Trainer, in den ersten beiden Partien habe ich nicht das bringen können, was ich selber zeigen wollte.“