Und recht hat er. Frühere Weltmeister sowie eine Unzahl von nationalen Meistern geben sich die Ehre. Mindestens die Hälfte der Meeting-Rekorde sind in Gefahr.
Ronald Pognon, Weltmeister mit der 4×100-m-Staffel 2005, erster Franzose, der die 100 m in 9.99 unter der 10-Sekunden-Grenze lief, sowie auch noch letztes Jahr Mitglied der 4×100-m-Staffel die Bronze bei der EM in Helsinki gewann, führt eine zehnköpfige französische Riege an.
Ebenfalls über 60 m kann man noch Martial M’Bandjock, mehrfacher französischer Meister, hervorheben. Insgesamt 18 Läufer haben Meldezeiten unter 7. Angefangen beim letztjährigen Gewinner, Tim Abeye aus Ghana, sowie dem deutschen Meister 2012 über 100 m, Lucas Jakubcyk. Auf Seiten des nationalen Verbandes FLA führt Cadet Lionel Evora Delgado das Feld an, mit Tom Hutmacher und Marek Hoffmann an seiner Seite. Schafft es Evora diesmal, die Cadets-Bestleistung von 7.11 Sek. zu übertrumpfen oder will Indoor-Meister Hutmacher sich wieder an die Spitze der Bestenliste setzen?
Spannung
Der nächste Höhepunkt aus nationaler Sicht sind die 400 m. Es wird spannend werden, wer diesmal die Nase vorn hat: Bob Lallemang oder Jacques Frisch. Lallemang blieb bei den Meisterschaften in 48.66 Sek. nur 50 Hunderstel vom Landesrekord von Jeff Reuter entfernt. Für Frisch ist es der erste 400-m-Lauf der Saison. Beste Unterstützung bekommen die beiden von der internationalen Besetzung. Die beste Meldezeit steht für Tobi Ogunmola (Nig) mit 45.28 Sek. zu Buche. Sehr starke Belgier mit Antoine Gillet (46.03), Armand Destatte (46.2) und Nils Duernick (46.31) vervollständigen das Feld. Weitere 46er Zeiten weisen noch Bram Peters (Ned) und der tschechische Meister Daniel Nemecek auf.
Schnell wird es ebenfalls in den 800- und 1.500-m-Läufen hergehen. Der Kenianer Reuben Bett führt das Feld der 800 m an mit einer Zeit von 1.45.44 Min., gefolgt vom französischen Vizemeister 2012 Hamid Oualich (1.45.96) sowie dem tschechischen Meister Miroslav Burian. Christophe Bestgen verteidigt hier die Luxemburger Farben. Auch über 1.500 m wird eine starke französische Phalanx antreten mit Tanguy Pepiot (3.44.97 Min.), gefolgt von Jassir Mandour (3.45.98) sowie Benjamin Rubio. Die beste Meldezeit hat jedoch der niederländische Meister Wouter Ploeger (3.44.26). David Karonei und Pol Mellina liefern sich hier ein interessantes Luxemburger Duell.
Aufsteigende Form
Fünf Athleten weisen eine Meldezeit unter 8 über 60 m Hürden auf. Angefangen mit dem tschechischen Vizemeister Vivliam Papso (7.80), dem deutschen U20-Meister René Mahlmann (7.91) sowie den Niederländern Koen Smet (7.89) und Eric Leeflang (7.91). Einziger Luxemburger ist hier Claude Godart, der seine aufsteigende Form unter Beweis stellen will.
In den Sprüngen werden die Zuschauer sicherlich wieder mit Kevin Rutare (Hoch) und Joe Seil (Stabhoch) mitfiebern bei ihrem Versuch, sich zu steigern. Schafft Rutare endlich die 2,15 m, was die Norm für die U23-EM und die „Jeux de la francophonie“ wäre? Springt Seil eine neue Junioren-Bestleistung mit 4,85 m? Sind sie fertig, wird es weiter hoch hinaus gehen. Der französische Hallenmeister Mathias Cianci ist im Hochsprung mit 2,26 m gemeldet. Weiter zu beachten sind der Ägypter Karim Lofty (2,24) und der Slowene Martin Kalafus. Im Stabhochsprung kommt mit der besten Leistung ein Slowene, Vizemeister 2012 Andrej Poljanec (5,65), gefolgt von Robert Janson (Ned, 5,62). Der finnische Vizemeister Jarno Kivioja (5,56), sowie die Deutschen Tom Konrad (5,56) und Daniel Clemens (5,50) animieren das weitere Feld.
400 m der Clou
Bei den Frauen sind sicherlich die 400 m der Clou des Meetings. Zuzana Hejnova (Cze), Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in London über 400 m Hürden, führt mit einer „flachen“ Bestzeit von 52.61 das Feld „virtuell“ an. Ebenbürtig sind Janin Lindenberg (D, 51.97), Jitka Bartonickova (Cze, 52.72), die Finalistin über 400 m Hürden bei der EM in Helsinki, Jessie Barr (Irl), sowie die Zweite des Dussmann-Meetings 2012, Madiea Ghafoor (Ned, 53.35). Gespannt kann man auf die Leistungen von Laurence Jones, Frédérique Hansen und Anaïs Bauer sein.
Ebenso interessant: welche Leistung kann Charline Mathias über 800 m bringen? Ihr Ziel ist es, dieses Jahr wieder an ihr Niveau von 2010 anknüpfen zu können. Lenka Masna (Cze), ein gern gesehener Gast beim Dussmann-Meeting (hält den Meeting-Rekord) ist auch dieses Jahr gemeldet mit einer Bestzeit von 2.01.38 Min., sowie ihre Landsfrauen Michaela Drabkova (2.08.52) und Katerina Halova (2.09.70). Eine Französin, Lisa Blameble – diese Saison schon 2.08.49 –, könnte auch mitmischen. Die Meldeliste der 1.500 m führt Lisbeth Pedersen (Nor) mit 4.13.37 Min. an, gefolgt von Aline Krebs (D, 4.17.73) und Nathalie Reslinger (F, 4.18.65). Nach ihrer guten Leistung über 3.000 m vor zwei Wochen kann man gespannt sein, ob Martine Mellina sich auch über 1.500 m steigert.
Beste Besetzung
Mit 22 Athletinnen sind die 60 m am besten besetzt. Carima Louami (F, 7.28) und Jamile Samuel (Ned, 7.29) sind ebenbürtige Konkurrentinnen. Ebenfalls interessant: Amy Forster (Irl, 7.37), Céline Distel (F, 7.44) und Kadene Vassel (Ned,7.44). Shanila Mutumba hat hier die Gelegenheit, ihre Bestzeit zu toppen.
Gleich am Anfang des Meetings geht es hoch hinaus mit dem Stabhochsprung der Frauen, wo Kristina Gadschiew eine Bestmarke von 4,66 m aufzuweisen hat. Auch über 4 m springt Michaela Donie (D, 4,25). Edna Semedo ist einzige Luxemburger Vertreterin in Abwesenheit der verletzten Gina Reuland.
Zu Demaart
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