Gegen einen physisch starken WM-Teilnehmer will Auswahltrainer Luc Holtz keine Experimente eingehen.
Die Aufgebote
Luxemburg
Tor: Jonathan Joubert (F91/40 Länderspiele/0Tore),Marc Oberweis (Jeunesse/7/0)
Abwehr: Guy Blaise (Virton/B/12/0), Dan Collette (Jeunesse/27/0), Eric Hoffmann (Jeunesse/68/0), Massimo Martino (RM Hamm B./7/0), Mario Mutsch (FC Metz/F/45/1), Tom Schnell (Fola/16/0), Tom Siebenaler (Déifferdeng 03/0/0)
Mittelfeld: Gilles Bettmer (Déifferdeng 03/38/0), Lars Gerson (Kongsvinger/NOR/9/0), Laurent Jans (FF Norden 02/ 0/0), Michel Kettenmeyer (Déifferdeng 03/2/0), Charles Leweck (Jeunesse/23/0), Ben Payal (F91/35/0), René Peters (Jeunesse/78/3)
Angriff: Dan Da Mota (F91/25/0), Maurice Deville (Alemannia Aachen/D/0/0), Aurélien Joachim (Déifferdeng 03/24/1)
Slowakei
Tor: Marián Kello (Heart of Midlothian/SCO), Ján Mucha (FC Everton/ENG)
Abwehr: Marek Cech (West Bromwich/ENG), Ján Durica (Lokomotive Moskau/RUS), Tomáš Hubocan (St. Petersburg/RUS), Peter Pekarík (Wolfsburg/D), Mário Pecalka (Žilina), Radoslav Zabavník (Mainz/D)
Mittelfeld: Miroslav Karhan (Mainz/D), Juraj Kucka (CFC Genua/I), Miroslav Stoch (Fenerbahçe/TUR), Vladimír Weiss (Glasgow Rangers/SCO), Erik Jendrišek (Freiburg/D), Marek Hamšík (Neapel/I)
Angriff: František Kubík (Den Haag/NL), Adam Nemec (Kaiserslautern/D), Tomáš Oravec (Žilina)
Diese kann sich Luxemburg auch nicht erlauben. Zu groß scheint derzeit der Rückstand auf die slowakischen Profis, die bereits alle wieder den Spielbetrieb aufgenommen haben. Bei der FLF-Auswahl befinden sich außer Mario Mutsch und Guy Blaise alle Spieler in der Vorbereitung auf die Rückrunde. Deshalb unterstreicht Nationaltrainer Luc Holtz auch die Wichtigkeit des Lehrgangs in Belek (Türkei). «Eigentlich kommt der Test gegen die Slowakei einen Monat zu früh. Ich hätte mir ein Länderspiel zwei Wochen vor der Partie gegen Frankreich gewünscht. Aber das sind Entscheidungen, die die UEFA trifft und auf die wir keinen Einfluss haben», so ein leicht enttäuschter Holtz.
Alle gefordert
Am Mittwochabend will der Auswahltrainer so viele Spieler wie möglich zum Einsatz kommen lassen. Eine entsprechende Anfrage wurde bereits an den slowakischen Trainer Vladimir Weiss weitergeleitet (normalerweise sind sechs Auswechslungen bei einem Testspiel erlaubt).
Wichtig sind wie immer die Organisation und die Defensivarbeit. «Außerdem müssen wir Ruhe am Ball bewahren, um unnötige Ballverluste zu vermeiden.» Die Slowaken schätzt Holtz als athletisch, robust und aggressiv ein. «Wenn die Leidenschaft, der Kampf und die Organisation stimmen, ist ein gutes Resultat möglich. Zudem kommt ihre Spielweise uns entgegen. Die Slowakei tritt immer stärker auf, wenn es gegen große Gegner geht. Beim Spielaufbau hat das Team jedoch so seine Probleme. Die Innenverteidigung ist auch nicht immer sattelfest», so die Holtz’sche Analyse.
Interessant zu beobachten ist auch, wie der Nationaltrainer versuchen wird, René Peters zu ersetzen. Der defensive Mittelfeldspieler sitzt gegen Frankreich seine Sperre aus dem Hinspiel ab. Lars Gerson drängt sich als Alternative auf.
Keine offensive Experimente
An der 4-5-1-Grundformation der Luxemburger wird sich wenig ändern. Offensive Experimente sind nicht geplant. Das Risiko scheint in dieser noch frühen Phase der Vorbereitung auf das Frankreich-Spiel einfach zu groß zu sein. «Wir wollen ein gutes Resultat erzielen und uns für die Leistungen der letzten Wochen belohnen», gibt Holtz vor.
Die Slowaken werden die erste Halbzeit mit einer 4-3-3-Aufstellung beginnen. In der Verteidigung muss Liverpool-Star Martin Skrtel ersetzt werden. Er verletzte sich im Pokalspiel gegen Chelsea und trat bereits gestern wieder den Heimweg Richtung England an. Im Mittelfeld ist Routinier Miroslav Karhan (Mainz) weiterhin erste Wahl, obwohl ihm derzeit die Spielpraxis fehlt. Neben ihm soll der Sohn des gleichnamigen Nationaltrainers, Vladimir Weiss, für offensive Belebung sorgen. Im Angriff bauen die Slowaken auf Bundesliga-Power. An der Seite von Topstar Marek Hamsik (siehe Interview im Tageblatt) stürmen nämlich Nemec (Kaiserslautern) und Jendrisek (SC Freiburg). In der zweiten Halbzeit will Vladimir Weiss auf ein 4-4-2 umstellen. «Jeder Spieler wird zum Einsatz kommen und seine Chance erhalten, sich zu beweisen. Wir werden versuchen, offensiv zu agieren und das Spiel zu machen, um uns optimal auf unseren nächsten Gegner Andorra vorzubereiten», so Weiss.
Zu Demaart
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