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Kein Escher Pokalfinale durch Joubert

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Genau wie bei D03 - Jeunesse wurde auch im zweiten Halbfinale nachgesessen. Fola erwies sich über 90' als die bessere Elf, vergaß aber, die Tore zu machen und verfügte über das dünnere Nervenkostüm im Elfmeterschießen.

Bekanntlich gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft. So wie am Sonntag, denn im Elfmeterschießen erwies sich der F91 als am treffsichersten, war letztendlich das glücklichere Team
und trifft im Endspiel am Samstag auf Jeunesse.

Mit dem Trio Joachim-Da Mota-Bensi hatte F91-Coach Didier Philippe voll auf Offensive gesetzt, derweil bei Fola Caldieri, Dallevedove und Jans zunächst mit der Ersatzbank vorliebnehmen mussten.

Gefällige Kombinationen

Das erste Ausrufezeichen setzten die Escher. Nach Caillet-Fehler scheiterte Rani allerdings an Joubert. Fola kombinierte überhaupt gefälliger. In der 14′ war Kitenge nach mustergültiger Hereingabe von Boulahfari nicht auf Draht. Im Anschluss an einen Kopfball von Bernard musste sich Joubert knapp 3′ später gewaltig strecken. Einen kapitalen Schnitzer von Melisse konnte Boulahfari, per Lupfer, nicht ausnutzen. Der F91 hätte sich zu diesem Zeitpunkt beileibe nicht über einen Rückstand beschweren können. Der Meister offenbarte in der Abwehr erschreckende Abstimmungsprobleme und die F91-Angriffsarmada geriet überhaupt nicht in günstige Schussposition. Einen gefährlichen Weitschuss von Benzouien konnte Besic problemlos meistern. Düdelingen erspielte sich zwar allmählich ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld, doch Bernard, Schnell und Konsorten hatten ihre Gegenspieler meist fest im Griff.

Abgesehen von einem Kopfball von Legros (38′) herrschte keinerlei Gefahr für Besic. Wahrlich wenig meisterlich, was der F91 in den ersten 45′ ablieferte. Kurz vor der Pause stellte Besic sein Können unter Beweis, indem er eine Volleyaufnahme von Zeghdane über die Latte lenkte.

Ausgerechnet …

Eingangs der zweiten Hälfte fehlte beiden Abwehrreihen zunächst die nötige Übersicht, allerdings ohne Konsequenzen. Die Partie lebte nun eigentlich nur von der Spannung und zum Leidwesen der Zuschauer nicht von Höhepunkten. Düdelingen brachte auch nach dem Seitenwechsel nichts zuwege, Fola war die aktivere Elf.

Wie aus dem Nichts und zudem gegen den Spielverlauf fiel das 1:0. Eine Zeghdane-Flanke nahm der freistehende Bensi volley auf und erwischte Besic auf dem falschen Fuß. Rani und Dallevedove scheiterten mit ihren Versuchen, ehe Fola der verdiente Ausgleich glückte. Nach tollem Solo über 40 m von Klein traf Kitenge zum 1:1. Nur wenig später bewahrte Joubert seine Farben sowohl gegen Kitenge als auch gegen Rani vor einem Rückstand. In der Verlängerung tat sich nichts Wesentliches mehr.

Stimmen zum Spiel

Didier Philippe (Trainer F91): „’On a fait ce qu’il fallait faire!‘ Natürlich war das Elfmeterschießen eine reine Nervensache. Ich freue mich riesig für den ganzen Verein.“

Jean-Philippe Caillet (F91): „Wir wussten, dass wir auf einen starken Gegner treffen würden. Heute bewies unsere Truppe eine große Solidarität und nun ist der Weg zum Double geebnet.“

Jeff Strasser (Trainer Fola):
„Die Enttäuschung ist enorm, denn ich schätze, wir hätten den Einzug ins Finale sicherlich verdient gehabt. Schade, doch im Sport behält man immer nur die Gewinner im Gedächtnis und wir sind heute nur zweiter Sieger. Das Elfmeterschießen ist eben eine Lotterie.“

Joël Kitenge (Fola): „Ich hatte meiner Mannschaft heute ein Tor versprochen und habe auch Wort gehalten. Leider hat es nicht gereicht und ich bin einfach total niedergeschlagen. Wir waren das bessere Team und ich hätte mir mit dem Endspiel gegen Jeunesse eben einen anderen Abschied gewünscht.“