Und die luxemburgische Nummer 1 im Kata erledigte ihre Aufgabe überaus zufrieden stellend. Gekämpft wurde nach dem alten Punktesystem, wo die Karatekas einzeln auftreten und von 5 Kampfrichtern bewertet werden. Am Ende konnte sich Illaria Melmer gegen die gesamte Konkurrenz behaupten und belegte vor der Lokalmatadorin Tamara Franck den ersten Platz. Wobei Franck zu den besten belgischen Kata-Spezialistinnen zu zählen ist.
Dieses Gold scheint aber nicht für eine EM-Teilnahme auszureichen. Genauso wenig wie das Silber beim „Austrian Cup“ in Hardt. „Was mich am meisten enttäuscht, ist, dass ich meine Nichtberücksichtigung aus der Presse erfahren musste“, so die sichtlich enttäuschte Kämpferin des KC Hesperingen. Tatsächlich stand nach dem FLAM-Kongress in einer luxemburgischen Tageszeitung zu lesen, dass Illaria Melmer nicht für die Europameisterschaften am kommenden Wochenende in Athen berücksichtigt wurde. „Angeblich, weil ich keine Resultate vorzuzeigen habe. Dabei existieren keine klaren Kriterien, die eine Nominierung regeln.“
So drängt sich die Frage auf, ob die Nichtnominierung eine erneute Willkür seitens des Verbandes ist. Erstaunlich ist es allemal, dass der „directeur sportif“, zugleich Trainer beim KC Lintgen, dem Ex-Verein von Illaria Melmer, die zweifache Landesmeisterin (Open und Seniors) mit ausgewiesenen internationalen Resultaten, sowie Mitglied des COSL-Kaders und Mitglied im Elitesportkader der Armee, und somit fast professionelle Sportlerin, nicht für EM-würdig befindet.
MB
Zu Demaart
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