Mit Xavier Kamphaus, der schlussendlich 112. wurde, war am Samstag beim 14. „Challenge Me Jean-Baptiste Coulon“ der einzige FLEVertreter im Einsatz. Mit einer beachtlichen Leistung schloss er das Turnier ab.
Die Resultate
Challenge Me Jean-Baptiste Coulon: 1. Kirill Lichagin (RUS), 2. Alexander Tsoronis (DEN), 3. Brian Kaneshige (USA), 3. Maxime Pauty (F) … 112. Xavier Kamphaus (LUX).
Challenge Colette Flesch: 1. Julie Mienville (F), 2. Francesca Palumbo (I), 3. Jacqueline Dubrovich (USA), 3. Pauline Ranvier (F).
Der FLE-Fechter Xavier Kamphaus (308. der Weltrangliste) hatte beim 14. „Challenge Me Jean-Baptiste Coulon“ einen schweren Stand, waren doch gleich sieben der zehn weltbesten Fechter nach Luxemburg gekommen. Mit dem Russen Kirill Lichagin konnte die aktuelle Nummer drei der Weltrangliste das Turnier für sich entscheiden. Die aktuelle Nummer eins, der Tscheche Alexander Choupenitch, musste sich mit dem sechsten Rang unter 145 Teilnehmer begnügen.
Holpriger Beginn
Für Kamphaus begann das Turnier nicht ganz wie erhofft. „Der Beginn war etwas holprig, vor allem taktisch war ich nicht ganz auf der Höhe“, so der 17-Jährige, der zurzeit auf Rang 308 der Weltrangliste liegt. Anschließend fand er immer besser ins Turnier und setzte sich zum Schluss noch gegen Alexander Tsoronis (DEN/40. der Weltrangliste) durch, der am Ende Zweiter wurde. Kamphaus ging schnell mit 2:0 in Führung, behielt auch noch beim 2:2 die Nerven und gewann anschließend mit 5:2. „Ich habe mich einfach aufs Fechten konzentriert und bin froh, dass es zu einem Sieg gereicht hat. Es ist natürlich eine gute Erfahrung, gegen die weltbesten Fechter anzutreten, aber wenn man immer nur verliert, kann es auch deprimierend sein. Deshalb bin ich mit umso glücklicher, dass ich das Turnier mit einem gewonnenen Match abschließen konnte“, so Kamphaus, der hohe Ansprüche an sich selbst hat. „Bei solchen Weltcups merkt man, woran man noch arbeiten muss. Zurzeit trainiere ich dreimal die Woche, aber ich muss noch viel an mir arbeiten, um mich zu verbessern.“
Für den „Challenge Colette Flesch“ waren insgesamt 98 Juniorinnen eingeschrieben. Hier siegte Julie Mienville aus Frankreich, die auf Rang acht der Weltrangliste liegt. Ihre Teamgefährtin und Favoritin Pauline Ranvier, die drittbeste Junioren-Fechterin der Welt, musste sich mit Rang drei begnügen.
Mehr Luxemburger
In den kommenden Jahren werden vielleicht wieder mehr luxemburgische Fechter bei den Weltcups vor heimischem Publikum im Einsatz sein. „Vor der Saison haben 17 Nachwuchs-Fechter bei uns im Klub angefangen“, erklärt Armand Lemal, Präsident des „Cercle grand-ducal d’escrime Luxembourg“, des Organisators des „Challenge Me Jean-Baptiste Coulon“ und des „Challenge Colette Flesch“. Auch andere Vereine hätten einen ähnlichen Zulauf gehabt. „Vielleicht liegt es daran, dass während der Olympischen Spiele mehr Fechten im Fernsehen übertragen wurde“, so Lemal weiter.
Wurden vor zwei Jahren noch vier große Turniere in Luxemburg veranstaltet, so sind es zurzeit nur noch zwei. „Man muss beachten, dass es ja nicht nur die Turniere zu organisieren gibt, sondern auch die Unterbringung und die Verpflegung der Athleten.“
Zudem seien die Turniere zum Teil auch den Sparmaßnahmen der FIE zum Opfer gefallen. Der Weltverband stellt außerdem immer höhere Ansprüche, die eine kleine Föderation oder eben ein einzelner Klub nicht mehr bezahlen könne, sagt Lemal.
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