Und auch die Saison von März 2009 bis April 2010 war mit Turbulenzen gespickt. Wobei die Streithähne mittlerweile in den eigenen Sportarten aneinander gerieten und ausgerechnet das Aushängeschild Karate zum Ränkespiel der Ämter wurde. Die einen wähnen den stärksten nationalen Karateverein zu sehr im Fokus, die anderen können aber die größten Erfolge aufweisen. Schade, denn am Ende zählt weder der Präsident noch der Trainer, allein die Aktiven sind im Sport die Hauptakteure. Und deshalb sollten sämtliche Nebenkriegsschauplätze im Interesse des Sport schnellstens geschlichtet werden.
Die „Assemblée générale ordinaire“ des Kampfsportverbands (FLAM), mit den Unterabteilungen Aikido, Judo, Karate, Kendo, Kung-Fu, Self-defense, Taekwondo, Tai-Jitsu und Yoseikan wäre die geeignete Plattform, sämtliche Brände zu löschen.
Mittlerweile ist bei der FLAM ein neues Betriebsklima eingekehrt. Und nach dem diesjährigen Kongress könnten mit der Erneuerung des Vorstandes weitere Altlasten abgeworfen werden. Vielleicht schafft es Präsident Roland Lenert ja doch noch, sein Schiff in ruhigere Gewässer zu steuern. Vorausgesetzt, die einzelnen Personen rücken in den Hintergrund und überlassen die Bühne dem Sport. Denn nur gemeinsam ist man stark. Und wie stark die Gemeinschaft ist, sieht man daran, dass die „Fédération luxembourgeoise des arts martiaux“ mit der heutigen Generalversammlung 49 Vereine und 3.532 Mitglieder zählen kann. Mit dem KC Belair, KC Echternach, KC Sassenheim und dem Cercle Aikido und Budo bitten nämlich vier Klubs bei Programmpunkt 11 um Aufnahme in die FLAM. Das wohl größte Interesse wird aber Punkt 13 der Tagesordnung wecken: Die Vorstandswahlen. Nachdem beim letztjährigen Kongress der Verband bereits Misch Feidt verlustig ging, warf auch noch Tessy Scholtes vorzeitig die Brocken hin. Zwei Abtritte, die für reichlich Gesprächsstoff sorgten. Und mit dem heutigen Kongress wird Vizepräsident Henri Hoffmann sein Mandat nicht mehr erneuern. Ganz im Gegensatz zum austretenden Generalsekretär: Charel Stelmes stellt sich der Wiederwahl. Neben diesen beiden Vorstandsposten sind vier Assessorenplätze neu zu besetzten, wobei Nicolas Schiltz, Gaby Wagner und Gilbert Zuné ein weiteres Mal ihre Kandidaturen stellen; André Degors ist nicht wieder wählbar. Sämtliche Ämter werden für eine Periode von vier Jahren besetzt. Den letzten Programmpunkt (15) stellt die freie Diskussion dar.
Zu Demaart
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