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Jugend prägt die Meisterschaften

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Mit insgesamt sieben Landesbestleistungen in den Jugendklassen drückte der Nachwuchs den 28. Hallenmeisterschaften seinen Stempel auf.

Das zahlreiche Publikum wurde am Samstag in der Coque Zeuge der guten Jugendarbeit des Verbandes und der Vereine, aber auch der dünnen
Decke im Seniorenbereich. Nur sieben der zu verteilenden 20 Titel gingen an die „Älteren“.

Kuffer scheitert am Rekord

Vier FLA-Athletinnen starteten am Wochenende im Ausland. Liz Kuffer, Martine Nobili und Mareike Baldin nahmen am Sonntag an den westdeutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund teil.

Kuffer versuchte sich an der neuen Rekordhöhe im Hochsprung von 1,77 m, die sie aber dreimal riss. Sie übersprang im dritten Versuch 1,74 m; blieb also nur 2 cm unter ihren neuen Rekordhöhe von 1,76 m vom 29. Januar in der Coque. Liz Kuffer wurde damit Zweite, höhengleich mit der Leverkusenerin Ricarda Berding.

Martine Nobili ihrerseits lief die 1.500 m in 4.40.58 Minuten, etwa 3 Sekunden langsamer als vor einer Woche. Der Lauf wurde von der Wattenscheiderin Isabell Ollesch in 4.25.50 gewonnen.

Die CSL-Athletin Mareike Baldin klassierte sich im Finale über 60 m Hürden als Dritte in 8.83 Sekunden (persönliche Saison-Bestzeit). Über 60 m flach lief sie in den Vorläufen 7.98.

Kim Reuland nahm derweil am Samstag an den „Championnats d’Auvergne“ in Aubière am Hochsprung teil. Sie überquerte im 1. Versuch 1,69 m, was persönliche Bestmarke in der Halle bedeutet. Ihre alte Besthöhe lag bei 1,65. Sie versuchte sich noch an 1,72 m, scheiterte aber dreimal.

MPT

Bob Bertemes holte sich im Kugelstoßen seinen ersten Meistertitel in der Halle mit der neuen Espoirs-Landesbestleistung von 15,12 m. Er verbesserte seine eigene Bestleistung vom vergangenen 15. Januar um 14 cm. Er rangiert jetzt in der „ewigen Bestenliste“ an fünfter Stelle. Mit dieser Leistung verwies er Fernand Heintz mit 12,65 m auf den zweiten Platz.

Die sechs weiteren Landesbestleistungen waren wieder das Werk der beiden Minimes Tiffany Tshilumba und Lionel Evora Delgado.

Tiffany Tshilumba entthronte im Sprint gleich zweimal die vielfache Landesmeisterin Chantal Hayen. Insgesamt 23 Hallentitel nennt Hayen ihr eigen, davon seit 2000 zehn Titel über 60 m (nur 2006 nahm sie nicht an den Hallenmeisterschaften teil) und deren drei über 200 m.

Tshilumba verbesserte über 200 m im Finale ihre eigene Landesbestleistung vom 15. Januar dieses Jahres von 25.15 auf 25.10 Sekunden. Dies ist eine neue Bestleistung für Minimes, Cadettes und Juniorinnen. In der „ewigen Bestenliste“ überholt sie Sandra Felten und ist jetzt Dritte hinter Mirjam Hess und Kim Reuland. In ihrem Sog liefen Chantal Hayen (25.63), Frédérique Hansen (26.24) und Joy Folscheid (26.29) persönliche Hallen-Jahresbestzeiten.

Auch über 60 m blieb die CAS-Athletin in 7.75 Sekunden nur zwei Hundertstel über ihrer Minimes-Bestleistung vom 29. Januar. In diesem Lauf konnten des Weiteren Chantal Hayen (7.81) und Laurence Jones (eine weitere Minime) in 8.01 Sek. Jahresbestzeit laufen.

Lionel Evora Delgado überzeugte ebenfalls wieder, indem er gleich drei Landesbestleistungen aufstellte: Deren zwei über 60 m und einmal über 200 m. Im 60-m-Vorlauf verbesserte er zum dritten Mal während dieser Hallensaison seine eigene Minimes-Bestleistung auf 7.20 Sekunden (7.27 am 8. Januar, 7.25 am 30. Januar). Dann toppte er diese Leistung nochmals im Finale auf nun 7.14 Sekunden. Somit bleibt er nur drei Hundertstel von der Cadets-Bestleistung von Jeff Steffen von 1999 entfernt.

Damit war es aber noch nicht getan: Im 200-m-Lauf konnte er sich nochmals steigern und unterbot in 23.17 Sekunden seine Minimes-Bestleistung von 23.35 vom 15. Januar. Er verzichtete dann verständlicherweise auf den Finallauf. In diesen beiden Läufen konnte Tom Hutmacher genau wie letztes Jahr wieder das „Doublé“ machen und holte sich die Meistertitel in 7.13 über 60 und in 22.21 über 200 m. Über 60 m verbesserte sich Pol Bidaine auf 7.23 und Frank Elsen machte in 7.24 auf sich aufmerksam.

Spektakulär

Spektakulär war der Ausgang der 400 m der Männer. Wesley Charlet legte ein sehr schnelles Tempo ab dem Start hin, konnte dieses aber nicht halten, wurde von Christophe Bestgen überholt, der dann kurz vor der Ziellinie von Sven Fischer in 49.63 Sekunden abgefangen wurde.

Im Hochsprung schaffte Kevin Rutare mit 2,01 m endlich auch in der Halle die 2-m-Marke und riss anschließend noch dreimal bei 2,05 m. Nach seinem einjährigen Rücktritt holte sich Mike Gira seinen fünften Hallen-Meistertitel im Stabhochsprung mit 4,20 m.

Bei den Damen bleiben noch zu erwähnen die 400 m, die Frédérique Hansen in 56.93 Sekunden für sich entscheiden konnte vor Carole Kill, die persönliche Hallen-Bestzeit in 56.99 lief. In Abwesenheit der verletzten Charline Mathias kam Kill über 800 m in 2.20.16 Minuten zu Meisterehren vor Joanne Schartz (2.20.66), die bis zur Zielgeraden führte.

Gina Reuland konnte glücklicherweise ohne Schmerzen springen und holte sich ihren zweiten Hallen-Meistertitel mit 3,80 m. Sie schaffte diese Höhe im ersten Versuch und ließ dann die neue Rekordhöhe von 4,05 m auflegen, die sie aber dreimal riss.