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Interesse der Zuschauer soll wieder steigen

Interesse der Zuschauer soll wieder steigen

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Mehr Zuschauer durch eine regionale und zeitliche Aufteilung der einzelnen Spieltage. Dies erhoffen sich die 14 Vereine der BGL Ligue durch die neue Spielplan-Terminierung.

Bereits am Mittwoch berichtete das Tageblatt über die Entscheidung der BGL-Ligue-Vereine, ab Beginn der Rückrunde freitags, samstags und sonntags zu spielen. FLF-Präsident Paul Philippe unterstützt dieses Vorhaben: „Eine gute Idee. In den nächsten Monaten müssen alle gemeinsam herausfinden, ob dieses System Zukunft hat. Mit dem Vorhaben wurde aber auch erreicht, dass die Vereine sich zusammen an einen Tisch setzen und diskutieren.“

BGL Ligue Die 3 nächsten Spieltage

o 14. Spieltag (18. bis 20.2):

Freitag, 18. Februar:
G’macher – Canach (19.30 Uhr)
Samstag, 19. Februar:
Fola – F91 (17.00)
Wiltz – Hesperingen (18.00)
Sonntag, 20.Februar, 16.00:
Petingen – Progrès
Etzella – Jeunesse
RM Hamm B. – RFCUL
Déifferdeng 03 – Käerjeng

o 17. Spieltag (26. bis 27.2):

Samstag, 26. Februar:
Jeunesse – Déifferdeng (16.00)
Käerjeng – Swift (18.30)
Sonntag, 27. Februar, 16.00:
Canach – Jeunesse (14.30)
Grevenmacher – RM Hamm B.
RFCUL – Wiltz
Progrès – Fola
Etzella – Petingen

o 18. Spieltag (4. bis 6.3):

Freitag, 4. März:
RM Hamm B. – Etzella (19.30)
Samstag, 5. März:
Fola – Jeunesse (16.00)
F91 – Käerjeng
Sonntag, 6. März, 16.00:
Petingen – Canach
Wiltz – Progrès
Déifferdeng – Grevenmacher
Hesperingen – RFCUL

Ob sich diese Maßnahmen positiv auf die Zuschauerzahlen auswirken, kann der FLF-Präsident derzeit noch nicht wirklich einschätzen: „Freitagsspiele sind im Sommer und Herbst interessanter als im tiefen Winter. Logisch ist auch, dass Topspiele wie Fola – Jeunesse samstags gespielt werden, ohne Konkurrenz.“ Für den direkten Draht zwischen dem Verband und der Gruppierung der 14 BGL-Ligue-Vereine, die monatlich tagen, sorgen ein Sekretär und FLF-Verwaltungsratsmitglied Gilbert Goergen.

Nicht neu

Dass sich Vereine untereinander treffen, um den Spielplan zu organisieren, ist indes keine völlig neue Erscheinung. Vor Jahren trafen sich die drei hauptstädtischen Vereine Aris Bonneweg, Union und Spora regelmäßig, um die Spieltage aufeinander abzustimmen. Auch die Statuten lassen es seit Längerem zu, dass Spiele verlegt werden können, solange beide Vereine eine Einigung erzielen.

Auch René Kremer, Präsident der FLF-Kalenderkommission, zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden. „Wenn sich alle Vereine einig sind, haben sie unsere volle Unterstützung. Die Vereine wollen öfter in den Medien vertreten sein und deshalb macht eine Aufteilung der Spieltage Sinn. Es ist eine Entwicklung im Interesse der Vereine, und mit den gesammelten Erfahrungen können wir am Ende der Saison herausfinden, ob es die richtige Entscheidung war. Für die Kalenderkommission bedeutet diese Umstellung jedenfalls keine zusätzliche Arbeit“, erklärt Kremer.

Gradmesser Escher Derby Fola-Jeunesse

Mit Spannung wird also die Entwicklung in den nächsten Monaten erwartet. Einen ersten richtigen Gradmesser gibt es am 5. März, wenn an einem Samstag um 16.00 Uhr das Escher Derby zwischen Fola und Jeunesse ansteht. Im Normalfall ein Zuschauermagnet. Zu dieser Uhrzeit muss das Derby u.a. mit der Bundesliga-Übertragung konkurrieren.

Jeunesse-Präsident Jean Cazzaro, der seinen Verein in der Gruppierung vertritt, ist optimistisch: „Eigentlich haben wir keine so gute Erfahrungen mit Samstagen gemacht. Aber wenn wir früher spielen, wenn das Wetter noch besser ist, kann sich dies positiv auswirken. Wir müssen es versuchen, um den Zuschauerschwund zu stoppen.“ Dass das Publikum sich erst einmal an die neuen Anstoßzeiten gewöhnen muss, glaubt Petingens Präsident Pascal Wagner: „In der Vergangenheit hatte ich das Gefühl, dass die Zuschauer es nicht mitbekommen haben, wenn ein Spiel vorverlegt wurde – einer der Gründe, warum Samstags- und Freitagsspiele nicht so populär waren. Wenn die Zuschauer länger im Voraus Bescheid wissen, kommen sie auch eher auf den Fußballplatz.“

Alle Betroffenen sind davon überzeugt, dass diese Veränderung kein Risiko birgt. Die Vereine möchten erst einmal bis Saisonende dieses System beibehalten und nach einer gründlichen Analyse die Schlüsse ziehen.