Gut, an meinem Geburtstag am 24. Juli war schon noch das eine oder andere Gläschen drin. Olympia lief noch nicht, aber Trainingsbesuche, Vorbereitungen, alles testen usw., usf. hielten einen doch schon in Atem und von viel Schlaf ab.
" class="infobox_img" />Claude Clemens [email protected]
Dann kam das Hammer-Wochenende. Die Eröffnungsfeier am Freitag dauerte bis 0.45 Uhr Ortszeit. Drei von uns waren im Stadion, kamen nach 3.00 zu Hause an. Zwei waren beim „public viewing“ in der luxemburgischen Botschaft. Bei ihnen war es 1.30 Uhr. Aber sie mussten um 5.30 Uhr aus den Federn, um am Samstagmorgen rechtzeitig bei Carole Calmes’ Luftgewehr-Wettbewerb zu sein (8.15). Wir andern mussten um 7.00 Uhr raus, wegen Schwimmen und Rad (10.00). Den ganzen Tag Action, am besten auch noch alles schreiben, denn sonntags kam aus Luxemburger Sicht noch einmal genauso viel auf uns zu.
Und wie es kam. Inklusive historischer Chance auf eine Medaille. Nur bedeuten Wörter wie „historisch“ u.ä. bei uns (Sport-)Journalisten immer sehr, sehr viel Arbeit … Telefonieren, organisieren, Interviews machen, Seitenplan ändern, etc. etc. Das Ganze mit der blöden Stunde Zeitunterschied zu unseren Ungunsten in puncto Redaktionsschluss. Wir kriegten es hin, das Resultat in der Zeitung ließ sich mehr als sehen. Stolz auf alle, die mitarbeiteten! Und hoffentlich waren auch die Sportler ein klein bisschen stolz. Es würde uns alle freuen, denn auch wir rissen uns alle den A… auf.
Dann, nach getaner Arbeit, so gerade eben noch ein Restaurant mit geöffneter Küche gefunden – uff, endlich was essen. Die Spannung fällt ab – fast hätte ich die erste Luxemburger Medaille seit 60 Jahren live vor Ort miterlebt. Das muss ganz einfach gefeiert werden, auch wenn Jeff Henckels morgen um 10.30 Uhr mit dem Bogen schießt.
Jeff (nicht Henckels) und Chrëscht, wie ich bei ihrer Olympia-Premiere, lassen mich nicht alleine. Viel Schlaf gab’s nicht. Henckels hat das nicht gemerkt, und Sie, lieber Leser, hoffentlich auch nicht.
Dass mir Schlaf fehlte, habe ich jedenfalls nicht gemerkt. Zu viel Adrenalin. Und weitere Höchstleistungen – von Sportlern und der Editpress-Truppe – kamen ja erst noch. Geile Erlebnisse, en masse, inklusive Presseplatz in der allerersten Reihe, 10 m von der Ziellinie entfernt, bei Bolts 100-m-Sturmlauf. Und nach Olympia werde ich das alles auch gebührend feiern.
Keep in touch.
Zu Demaart
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