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HANDBALL: Das Duell der „Youngsters“

HANDBALL: Das Duell der „Youngsters“

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Vor dem Meisterschafts-Showdown am Samstag: Sacha Pulli und Max Kohl im Blickpunkt

Nach dem Pokalfinale, das Berchem gegen Esch für sich entscheiden konnte, stehen sich beide Mannschaften morgen Samstag erneut in einem entscheidenden Spiel gegenüber. Diesmal geht es um den Meistertitel der Saison 2009/10 der Sales-Lentz Handball League. / Fernand Schott

Sicher ist nur, dass der HB Düdelingen – Meister der beiden vergangenen Jahre – seinen Titel definitiv los ist. Abgelöst wird der HBD vom Gewinner des morgigen Duells zwischen Esch und Berchem. Dem HB Esch würde bereits ein Unentschieden reichen, um die Meisterschaft am Ende auf Platz 1 zu beenden.

Spannung pur am Samstag also in der Lallinger Sporthalle und mittendrin statt nur dabei die beiden „Youngsters“ Sacha Pulli (Esch) und Max Kohl (Berchem). Zwei junge Spieler, die sich im Laufe der Saison zu Leistungsträgern in ihren Mannschaften gemausert haben und auch in der A-Nationalmannschaft schon zum Einsatz kamen.

Der 20-jährige Sacha Pulli ist als Regisseur und Torjäger bei den Eschern nicht mehr wegzudenken. Seit vergangener Saison ist Pulli ein fester Bestandteil der Escher Stammsieben, glänzt mit großartiger Technik und Schnelligkeit und auch seine Würfe sind gefürchtet. Was ihm noch fehlt, sind die Abgeklärtheit und die Ausstrahlung seines Vorgängers und jetzigen Präsidenten, Marc Fancelli. Obschon Pulli mit Fraternelle und Esch zahlreiche Titel im Jugendbereich gewonnen hat, wäre dies sein erster großer Erfolg.
MAX KOHL STECKBRIEF

o Name: Max Kohl

o Größe:
1,84 m

o Gewicht:
76 kg

o Geboren:
8. Februar 1991
o Beruf: Student

o Handball:
seit 2003 (zuvor bis zum Alter von 12 Jahren Leichtathlet)

o Mannschaften:
Schifflingen, Berchem

o Titel:
2 Pokalsiege mit Berchem und Cadets-Meister sowie Pokalsieger

o Nationalmannschaft:

18 Selektionen

SACHA PULLI STECKBRIEF

o Name: Sacha Pulli

o Größe:
1,79 m

o Gewicht:
75 kg

o Geboren:
21. November 1990

o Beruf:
Student

o Handball:
seit 1994
o Mannschaften: Fraternelle, HB Esch

o Titel:
diverse Trophäen im Jugendbereich mit Esch

o Nationalmannschaft:

12 Selektionen
Kohl, der Neu-Escher

Der 19-jährige Max Kohl ist Schüler im Sportlycée und absolviert im Juni sein Abitur. Er bekam beim Pokalsieger zwar nicht so viele Spielanteile wie Pulli in Esch, trug aber immer wieder mit wichtigen und entscheidenden Toren zum Erfolg der Roeserbänner bei. Pikantes Detail am Rande: Bekannt ist, dass Kohl in der nächsten Saison für Esch auflaufen wird.

Tageblatt: Esch zeigte ein Play-off mit Höhen und Tiefen. In den letzten Partien gegen Red Boys und HBD war ein Leistungsanstieg unverkennbar. Ist Esch zum richtigen Moment wieder da?
Sacha Pulli: „Ja, besonders gegen Bascharage haben wir unnötig Punkte liegen lassen. Dabei war die Niederlage in Käerjeng zu Beginn des Play-offs sicherlich eine Folge des verlorenen Pokalfinales. Diese Niederlage hatte deutliche Spuren hinterlassen und die Moral war am Boden. Ansonsten sind wir mit dem Verlauf des Play-offs zufrieden, wir nähern uns der Höchstform und haben uns eine exzellente Ausgangsbasis für Samstag geschaffen.“

„T“: Nach der Niederlage gegen Esch und der Klatsche gegen den HBD schien Berchem am Boden. Habt ihr euch gefangen?
Max Kohl: „Es waren wohl die vielen Transfergerüchte, die etwas Unruhe ins Team gebracht hatten. Wir haben uns zusammengesetzt, uns ausgesprochen und seither läuft’s wieder. Unser Trainer bereitet uns minutiös auf dieses Finale vor und deshalb bin ich zuversichtlich und gehe mit einem guten Gefühl in dieses Endspiel.“

„T“: Esch hatte in den letzten Wochen viel mit Verletzungspech zu kämpfen. Sind für Samstag alle wieder fit?
Sacha Pulli: „So wie es aussieht, werden wir komplett auflaufen können. Eric Schroeder und Martin Muller trainieren wieder mit der Mannschaft und sind einsatzbereit, Jeff Decker wird am Freitag (heute) wieder ins Training einsteigen. Obschon Jeff die Woche über fehlte, haben wir hart gearbeitet und gehen gut vorbereitet und hochmotiviert in die Partie. Es ist ganz einfach an uns, die Revanche fürs Pokalfinale wird gelingen.“

„T“: Sacha, vor der Saison hattest du mit einem Wechsel ins Ausland geliebäugelt. Wie sieht’s aus?
Sacha Pulli: „Auch wenn ich nicht komplett ausschließe, diesen Challenge einmal einzugehen, so ist das im Moment kein Thema. Ich stehe auch nächste Saison in Esch unter Vertrag und diesen erfülle ich auf jeden Fall.“

„T“: Max, dein Wechsel von Berchem nach Esch ist bekannt. Mit welchen Gefühlen gehst du in dieses entscheidende Spiel gegen deine zukünftigen Kameraden?
Max Kohl: „Ich beschäftige mich im Moment nicht mit der kommenden Saison. Mir ist es im Grunde genommen egal, gegen wen wir spielen. Es ist ein Finale, und mit einem Sieg könnte Berchem das Doublé realisieren. Dieses Ziel habe ich im Auge und für dieses Ziel werde ich mein Bestes geben. Dass es ausgerechnet gegen Esch geht, ist vielleicht eine zusätzliche Motivation. Dieses Jahr das Doublé mit Berchem, nächstes Jahr dasselbe mit Esch, das wäre geil.“

„T“: Was waren die Gründe für deinen Wechsel?
Max Kohl: „In Berchem ist zwar die Stimmung in der Mannschaft gut, doch fast alle meine persönlichen Freunde kommen aus Esch. Auch meine Freundin wohnt dort. Außerdem glaube ich, dass ich mich handballerisch besser in Esch entwickeln kann. Hinzu kam, dass ich mit den Spielanteilen, die ich in Berchem bekam, nicht recht zufrieden war.“