Marc Biwer
Mit drei Ippon- und einem Forfait-Sieg schloss Denis Leider (-81 kg, 19 Teilnehmer) die Vorrundengruppe auf Platz eins ab. Im Viertelfinale konnte der Escher den Belgier Mansour Abdoulkhazeiv mit Yuko bezwingen und mit dem gleichen Ergebnis gegen dessen Landsmann Osman Hanci zog der Sportsoldat ins Finale ein. Dieses Finale konnte Denis Leider gegen einen weiteren Belgier, Xavier Kuppens, auf Ippon gewinnen und hatte damit Gold in der Tasche. „Denis hat sehr gut gearbeitet und sämtliche Kämpfe dominiert. Er beginnt eine gewisse Reife zu entwickeln“, zeigte sich Nationaltrainer Georgery äußerst zufrieden.
Nicht so gut erging es Lynn Mossong. Die Beforterin konnte ihren ersten Kampf gegen Kim Vanhile (BEL, Ippon) zwar gewinnen, musste dann aber zwei Niederlagen einstecken. Wobei der Coach einräumte, dass ihr Start ein Fehler war: „Lynn war krank und hätte nicht kämpfen dürfen. Sie hat aber Charakter gezeigt und wollte unbedingt antreten.“
Von den JPEE-Kandidaten konnten vor allem ihre Klubkameradinnen überzeugen. Manon Durbach (-57kg, 11 Teilnehmerinnen) überstand die Vorrunde als Zweitplatzierte und musste sich erst im Finale Nikki Pluymaekers (NED) beugen. Nach ihrer langwierigen Verletzung geht die Karriere wieder voran, das befindet auch Frédéric Georgery: „Dank ihrer vielen Trainingseinheiten ist die Steigerung unverkennbar. Manon hat gut gearbeitet.“
In der gleichen Gewichtsklasse ging Charlie Arendt als Siegerin ihrer Vorrundengruppe hervor und scheiterte im Halbfinale an Durbach. Den Kampf um Bronze konnte Arendt aber gegen Steffi Demuth gewinnen, die bereits das Viertelfinale gegen Manon Durbach verlor. Der Nationaltrainer war denn auch etwas kritischer: „Charlie muss mehr angreifen und so ihre Gegnerinnen unter Druck setzten. Steffi hingegen fehlt es an Selbstvertrauen, wobei ihre technische Palette breit gefächert ist.“
Pech hatte indes Elisa Arenai (-52kg, 8 Teilnehmerinnen), die sich im ersten Kampf verletzte und aufgeben musste.
Schmit-Brüder überzeugen
Bei den Männern waren es die Schmit-Brüder, die ein erstes Empfehlungsschreiben für Liechtenstein 2011 abgeben konnten. Allen voran Tom Schmit (-55 kg, 5 Teilnehmer), der in einer Pool-Runde kämpfe und alle vier Gegner bezwingen konnte. Der Escher leistete sich dabei den Luxus, den belgischen Meister Adrien Quertinmont zu bezwingen und erntete bei seinem Gold viel Lob vom Coach: „Tom wird immer souveräner. Er hat super gut gearbeitet.“ Die Kategorie von Bob Schmit (-66 kg) war die mit 25 Judokas am stärksten besetzte Gewichtsklasse. Umso überzeugender die Leistung des Eschers, der als Erster seiner Vorrunde hervorging. Achtel-, Viertel- und Halbfinale konnte er anschließend dominieren und mit Ippon gewinnen. Das Finale musste Bob Schmit aber mit zwei Wazaris an Antony De Boscher (BEL) abgeben. „Bob ist über sich hinausgewachsen. Das freut mich für ihn, da er viel Trainingsfleiß an den Tag legt“, teilte ihm Georgery die verdient gute Note aus. Denis Barboni (-81 kg) und Louis Retter (-60kg, 11 Teilnehmer) kamen nicht über die Vorrunde hinaus.
Auch im Nachwuchsbereich wurden gute Resultate erzielt. Bei den U17 konnte Dany Schlim (-50 kg, 10 Teilnehmer) mit vier Siegen die Goldmedaille gewinnen, Luc Muller (-73kg, 18 Teilnehmer) belegte Platz 5. Und Timo Wenzel und Felix Penning holten bei den U15 je eine Bronzemedaillen.
Zu Demaart
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