Fola-Präsident Gerard Lopez stand gestern dem Tageblatt trotz eines vollen Terminkalenders zur Verfügung, um einen kurzen Blick zurückzuwerfen, um sich im gleichen Atemzug aber kämpferisch zu zeigen.
Tageblatt: Herr Lopez, innerhalb weniger Tage hat Fola alles verspielt. Wie groß ist die Enttäuschung?
Gerard Lopez: „Wir sind enttäuscht, dass es so gekommen ist. Es hat aber nicht an den beiden letzten Spielen gelegen. Es lag z.B. an Spielen wie gegen Monnerich oder den RFCUL. Wir hatten reichlich Chancen. Die Europa League wurde während der Saison verpasst.“
„T“: Und das 1:5 in Grevenmacher?
G.L.: „Den CS Grevenmacher hätte Fola am Dienstag noch packen können, gegen einen Dan Huss aber können wir noch nichts machen (lacht). Gegen Huss hätte an dem Tag wohl niemand etwas unternehmen können.“
„T“: Ihr Saisonziel wurde verpasst. Was nun?
G.L.: „Richtig, im ersten Jahr wollten wir lernen, im zweiten Jahr in der Nationaldivision wollten wir europäisch spielen und im dritten Jahr wollen wir um den Titel spielen. Alles andere wäre nächste Saison eine dicke Enttäuschung.“
„T“: Worin sind die Gründe zu suchen?
G.L.: „Mit Spielern wie Luciano Crapa oder Jeff Strasser wäre es mit Sicherheit anders ausgegangen. Wir haben blöde Punkte liegen lassen, das ist alles eine Kopfsache. Wenn ich sehe, dass die halbe BGL Ligue beispielsweise Monnerich – nichts gegen Monnerich – regelmäßig an die Wand schießt, dann ist es nicht normal, dass wir das nicht fertigbringen. Wir hatten die ganze Saison keinen ‚patron‘. Das lag auch daran, dass wir viele Verletzte im Kader hatten.“
„T“: Philippe Guérard übernahm während der Saison das Kommando auf der Trainerbank. Mit ihm schien der Erfolg zur Fola zurückzukehren, auch wenn es am Ende nicht ganz reichte. Halten Sie ihm auch weiter die Treue?
G.L.: „Wir halten ganz sicher an ihm fest. Ich hätte mir von meinen Spielern gewünscht, sie wären manchmal so engagiert bei der Sache gewesen wie Philippe. Er hat unser absolutes Vertrauen für nächste Saison. Er hat freie Bahn, er kann das Team ganz nach seinen Wünschen um- und aufstellen.“
„T“: Ist, nach Jeff Strasser, mit weiteren bekannten Neuzugängen zu rechnen?
G.L.: „Wir müssen ein gutes Gleichgewicht in der Mannschaft finden. Der Mix zwischen Jung und Alt muss stimmen. Wenn, dann werden wir nur noch einen weiteren ganz erfahrenen Spieler holen. Ansonsten müssen wir unbedingt was im Sturm machen. Die meisten Neuzugänge werden aber 23, 24 Jahre alt sein, also bereits über eine gewisse Portion Erfahrung verfügen.“
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