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Flutwelle an Rekorden

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LEICHTATHLETIK - Vier Rekorde und sieben Landesbestleistungen, das war das 12. Internationale Meeting am Samstag in der Coque.

Wer nicht da war, hat etwas verpasst, denn die wenigen Zuschauer wurden regelrecht mit exzellenten Leistungen verwöhnt. Die Aushängeschilder der nationalen Leichtathletik wurden ihrer Rolle mehr als gerecht. Am Ende standen vier neue nationale Rekorde zu Buche.

Rekorde

Gleich zu Beginn des Meetings setzte Elodie Tshilumba im Hochsprung den Maßstab der zu erwartenden Leistungen. Im zweiten Versuch überquerte sie die Latte bei 1,73 m und ließ dann die Rekordhöhe von 1,77 m auflegen. Im ersten Versuch riss die 15-Jährige die Latte mit den Beinen runter … um dann doch im zweiten endlich den drei Jahre alten Hallenrekord von Liz Kuffer um einen Zentimeter zu überbieten. Mit diesem Rekord verbesserte die Schifflingerin gleich drei Landesbestleistungen.

Auch Cathy Zimmer versuchte sich an den 1,73 m, was ihr aber diesmal noch nicht gelang.

Tiffany Tshilumba wollte ihrer Schwester selbstverständlich nicht nachstehen und gewann ihren Vorlauf der 60 m in 7.50 Sek., was die Einstellung ihres acht Tage alten Rekords bedeutete. In Konkurrenz mit der Junioren-Vize-Europameisterin Jamile Samuel (NL) stellte Tiffany im Finallauf dann den neuen Rekord von 7.49 Sek. auf. Dies ist ebenfalls eine Junioren- und Espoirs-Bestleistung. Samuel gewann den Lauf in 7.31 Sek. Laurence Jones startete im B-Finale und verbesserte ihre „personal best“ um 2 Hundertstel auf 7.69 Sek.

Der nächste Rekord geht auf das Konto von Charline Mathias über 1.500 m. In 4.24.51 Min. verbesserte die CSL-Athletin den erst zwei Wochen alten Rekord von Martine Nobili um genau 5 Sekunden! Ihre eigene Espoirs-Bestleistung (4.36.24), die sie ebenfalls vor 14 Tagen aufstellte, toppte sie derweil um sage und schreibe 11.73 Sek. Zwei Spanierinnen führten das Feld an mit Adriana Pereira (4.18.75) und Laura Mendez (4.19.26). Mathias klassierte sich als Dritte.

Martine Nobili war dann die vierte Frau, die einen Rekord aufstellte, indem sie ihre eigene Rekordzeit über 800 m in 2.06.92 Min. um 1.65 Sek. verbesserte. Etwas chaotisch begann der 800-m-Lauf mit einem „Fehlstart“, wobei aber niemand sanktioniert wurde. Nobili wurde ein paar Mal angerempelt, bevor sie sich dann aber beherzt nach vorne arbeitete. Die Niederländerin Sanne Verstegen lief als Erste ins Ziel in 2.03.47 Min. Sehr knapp hinter der Deutschen Kerstin Marxen (2.06.49) kam Martine dann als Fünfte ins Ziel.

Bestleistungen

Die Ehre der Männer „rettete“ Vincent Karger mit einer Junioren-Bestleistung über 400 m in 48.78 Sek. Der CSL-Athlet war damit um 22 Hundertstel schneller als sein Klubkamerad Tom Scholer 2012. Dieser hoffnungsvolle Athlet lief Personal Best in 48.23 Sek. und verbesserte sich damit zum dritten Mal während dieser Hallensaison. Nur sieben Hundertstel fehlten zur Einstellung des Rekordes (48.16 Sek). Gewonnen wurde dieser Lauf vom Tschechen Pavel Benda in 48.08 Sek.

Weiter zu erwähnen sind noch die persönliche Bestleistung von 7.04 Sek. in den Vorläufen der 60 m von Lionel Evora Delgado, der sich aber durch einen Fehlstart im Finallauf eine weitere Verbesserung vermasselte. Im 1.500 m-Lauf verbesserte Thierry Sondag seine PB um 14 Sek. auf 4.02.63 Min. Joe Seil scheint seine Knieprobleme unterdessen wieder im Griff zu haben, er überquerte 4,75 m im Stabhochsprung.

Nicht so gut lief es in dieser Disziplin bei den Frauen. Sowohl Gina Reuland als auch Edna Semedo mussten sich mit einem „salto nullo“ zufriedengeben. Die Deutsche Lisa Ryzih verbesserte hier den Meeting- und Coque-Rekord mit 4,42 m um 1 cm. Sie versuchte sich noch an den 4,57 m, musste hier aber dann passen. Laurence Jones hatte im Weitsprung Probleme mit ihrem Absprung und klassierte sich unter Wert als Fünfte mit 5,61 m.