Die Fans von Manchester City denken aber gerne an den Herbst ’77 – es war das letzte Mal, dass ihre Mannschaft zu einem ähnlich fortgeschrittenen Zeitpunkt der Saison an der Tabellenspitze stand. Jetzt, 34 Jahre später, ist das neureiche City wieder ganz oben angelangt. Nach dem 4:1 gegen das zuvor ungeschlagene Aston Villa und dem 1:1 des Stadtrivalen United beim FC Liverpool übernahmen die „Citizens“ in der Premier League Rang eins. 22 Punkte nach acht Spielen bedeuten zwei Zähler Vorsprung auf ManU.
Der FC Chelsea folgt nach dem 3:1 (2:0) gegen den FC Everton auf Platz drei. Erstmals seit der Erfolgs-Ära Ende der 1960er-Jahre mit der zweiten und bis heute letzten Meisterschaft (1968) reisen die „Citizens“ am kommenden Sonntag erhobenen Hauptes zum Derby nach Old Trafford.
„Ein bestimmtes Wort“
Überschattet wurde der achte Spieltag von einem Vorfall im Nachbarschaftsduell in Liverpool. United-Kapitän Patrice Evra soll von Gegenspieler Luis Suarez rassistisch beleidigt worden sein. Der Verband FA untersucht den Fall – obwohl der Uruguayer Suarez seine Unschuld beteuerte. „Es gibt Kameras – und da sieht man, wie er mindestens zehnmal ein bestimmtes Wort zu mir sagt. Dafür ist im Jahre 2011 kein Platz“, sagte jedoch Evra. Auch sportlich gab das Derby einiges her. Steven Gerrard, erstmals seit einem halben Jahr wieder in der Liverpool-Startelf, brachte die „Reds“ per Freistoß in Führung (68.), ehe Joker Javier Hernandez der Ausgleich glückte (81.).
Wayne Rooney saß nach seiner Sperre für die EM-Vorrunde zunächst nur auf der Bank, bis er unter wüsten Beschimpfungen in der 69. Minute kam. „Er hatte eine schwere Woche, ist geschockt wegen der Sperre. Deshalb dachte ich, es sei besser, wenn er von der Bank kommt“, sagte Teammanager Alex Ferguson.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können