Aus Luxemburger Sicht fiel das Ergebnis ein wenig ernüchternd aus, etwas mehr als nur einen einzigen gewonnenen Kampf hatte man sich dann doch erhofft.
Der Auftakt am Donnerstag des luxemburgischen Trios war Sonja Steland vorbehalten, die als Einzige bereits WM-Erfahrung aufweisen kann und in Paris ihre dritte Weltmeisterschaft in Angriff nahm. 2006 in Tampere und 2010 in Belgrad (die WM findet alle zwei Jahre statt) konnte die Walferdingerin immer einen Kampf gewinnen. Und auch am Donnerstag blieb die 28-Jährige diesem Prinzip treu, als sie in der ersten Runde der Gewichtsklasse -61 kg Su Jung-shin mit 3:0 bezwingen konnte. Es war keine leichte Aufgabe, die Koreanerin war im August Bronzegewinnerin beim Weltcup in Busan (COR).
Insgesamt war diese Kategorie mit 57 Kämpferinnen besetzt. In Runde zwei musste die Luxemburgerin gegen die ein Jahr ältere Mirasada Suljkanovic antreten. Es entwickelte sich ein harter und ausgeglichener Kampf, den die Bosnierin, Goldgewinnerin bei den Grand Prix in der Slowakei (2010) und Kroatien (2009), mit dem knappsten aller Resultate für sich entscheiden konnte. Für Sonja Steland sollte es das Aus bedeuten, und für Luxemburg nach Sabotic die zweite 0:1-Niederlage. Suljkanovic schied anschließend gegen die Kroatin Bebek aus.
Warling und Jorge
Nach Steland gehörte das französische Tatami Stelands zehn Jahre jüngeren Klubkameradin Jenny Warling, die um 10.15 Uhr in der ebenfalls mit 55 Kämpferinnen besetzten Kategorie -55 kg antrat. Die Vize-Junioren-Europameisterin erwischte nach einem Freilos mit Jana Vojtikevicova (Siegerin gegen Ben Arouch/ISR) eine sehr schwere Aufgabe. Die Slowakin ist die Nummer acht der Welt in dieser Gewichtsklasse, hat schon sechs Goldmedaillen auf dem Konto, zuletzt 2012 bei den GP in Pilsen und in ihrer Heimat, belegte bei der Uni-WM im Juli den dritten Platz, Warling wurde Fünfte, genau wie bei der EM in Adeje. Bei dieser EM auf Teneriffa konnte Vojtikevicova Jenny Warling im Kampf um Bronze mit 2:0 bezwingen. Gestern fiel das Ergebnis noch deutlicher aus, denn die 18-jährige Walferdingerin unterlag mit 2:6. Vojtikevicova scheiterte in der dritten Runde an der Ägypterin Attia und diese wiederum an der Kroatin Kovacevic.
Mit 36 Jahren der Älteste im luxemburgischen WM-Quartett, durfte Ludovic Jorge den luxemburgischen WM-Auftritt beschließen und ebenfalls mit dem Losglück hadern.
Ludovic Jorge traf um 11.30 Uhr in der Gewichtsklasse -67 kg (83 Teilnehmer) nach einem Freilos auf Omer Kemaloglu, der zuvor den Albaner Toli knapp mit 4:3 bezwingen konnte. Der Türke, der 2008 den Europameistertitel erringen konnte und 2010 Vizeeuropameister wurde, ließ dem Luxemburger nicht den Hauch einer Chance und fertigte Ludovic Jorge klar und deutlich mit 9:0 ab. Kemaloglu siegte anschließend noch gegen Dovy (BEN) und Tadissi (HUN), verlor aber das Viertelfinale gegen den Weltranglistenersten und amtierenden Europameister William Rollé (FRA).
Zu Demaart
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