Der FC Bayern spielt weiter in einer eigenen Liga. Mit dem 5:0 (2:0) über Eintracht Frankfurt festigte das Starensemble von Trainer Pep Guardiola in einer für die Konkurrenz beängstigenden Leichtigkeit die Tabellenführung. Zum 44. Mal in Serie blieben die Münchner in der Bundesliga ohne Niederlage und liegen noch immer stattliche 13 Punkte vor dem ersten Verfolger aus Leverkusen.
Spannung schöpft die Liga derzeit aus den interessanten Kämpfen um die Europapokalplätze und gegen den Abstieg. Während Schlusslicht Braunschweig trotz des 1:2 gegen Dortmund sowie die bedrohten Teams aus Hannover und Hoffenheim einen Aufwärtstrend erkennen lassen, zeigt Bundesliga-Dino Hamburger SV Auflösungserscheinungen. Nicht viel besser ist die Situation bei weiteren Traditionsclubs wie Bremen (1:3 beim FC Augsburg) und Stuttgart (1:2 in Leverkusen). Auch dieses Duo scheint derzeit keinen Ausweg aus der Krise zu finden.
Holland-Berti in Gefahr
HSV-Kapitän Rafael van der Vaart sprach seinen Mitspielern nach dem desolaten 0:3 in Hoffenheim – der fünften Pleite nacheinander – sogar die Qualität ab. Seinen immer stärker in die Kritik geratenen Landsmann Bert van Marwijk nahm van der Vaart dagegen in Schutz.
„Wir stehen in der Kritik, wir spielen katastrophal. Da kann der Trainer nichts für“, sagte van der Vaart im TV-Interview bei Sky. „Sein System kennen wir, am Ende des Tages fehlt die Qualität. So macht Fußball keinen Spaß. Diese Saison ist eine Katastrophe.“
Van Marwijk gerät trotz dieser Rückendeckung immer stärker in den Fokus. Erstmals in dieser Saison rangiert das einzige noch nie abgestiegene Bundesliga-Gründungsmitglied auf einem direkten Abstiegsplatz. Denn der bisherige Vorletzte Nürnberg zog mit dem 3:1 (1:1) am Sonntag bei Hertha BSC an den Hamburgern vorbei.
„Klartext“
van Marwijk sieht auch Werder-Kollege Robin Dutt die Schuld für den Niedergang in erster Linie bei seinen Profis. Nach seiner ersten Niederlage als Bundesliga-Trainer gegen Augsburg platzte Dutt der Kragen. „Ich bin einigermaßen sauer – und das ist noch untertrieben“, giftete Dutt und versprach den Spielern „Klartext“ hinter verschlossenen Türen.
In der Ergebniskrise steckt auch Schwabens Fußball-Stolz. Beim Tabellen-Zweiten Leverkusen gaben die Stuttgarter schon zum dritten Mal in Serie ein 1:0 aus der Hand.
Zwei Niederlagen in der Rückrunde kassierte auch Wolfsburg. Doch trotz der Europapokal-Ambitionen herrschte nach dem 1:2 beim FC Schalke keine Untergangsstimmung.
Zu Demaart
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