Beide Mannschaften, mit deren Einzug ins Finale vor der Meisterschaft sicherlich niemand gerechnet hatte, blieben in der Begegnung, wie im Vorfeld erwartet, ständig gleichauf, Überraschungen kamen dabei keine zustande.
Konnte sich auf der einen Seite der Chinese Wang durchsetzen, hatte auch Ciociu bei Echternach keine Probleme, um sich gegen Gira zu behaupten. Auch im hinteren Paarkreuz nahm alles seinen gewohnten Lauf. Habel dominierte Kraus, während Keiling gegen Boden die Oberhand behielt.
Beim Stande von 2:2 begannen demnach die sogenannten Schlüsselspiele. Obwohl Traian Ciociu einen 0:2-Rückstand gegen Wang aufholen konnte, gelang ihm die Revanche gegen die Reckinger Nummer eins nicht. Trotz seiner Verletzung dominierte Bast derweil den Reckinger Publikumsliebling Gira.
Bis ins Doppel
Die Entscheidung musste demnach im hinteren Paarkreuz fallen. Kraus konnte sich ziemlich schnell gegen Boden durchsetzen, sodass Keiling – Habel die Entscheidung bringen musste. Keiling hatte zu Beginn des Spiels die besseren Karten in der Hand, da Habel nicht ins Spiel fand und ziemlich schnell mit 0:2 im Hintertreffen lag.
Ball um Ball kam der Echternacher jedoch zurück ins Spiel und erkämpfte seiner Mannschaft das alles entscheidende Doppel beim Stande von 4:4.
Reckingen spielte wie gewohnt mit der Paarung Wang/Keiling, während Echternach die Aufstellung aufgrund der Verletzung von Bast ändern musste und somit Ciociu/Habel an die Platte gingen. Die Echternacher wirkten von Anfang an fitter und entschlossener, auch wenn Keiling im dritten Satz immer besser in die Begegnung fand.
Habel/Ciociu zeigten ihr bestes Doppel und konnten sich in einem hochdramatischen vierten Satz durchsetzen und den siebten Mannschafts-Landesmeistertitel holen.
Stimmen
Mirko Habel (Echternach): „Ich bin überglücklich. Wir waren schon fast nicht in die Play-offs gekommen, dann hat sich Mike noch verletzt. Das hier war ein Riesenspektakel vor einer solchen Kulisse und es war einfach nur geil. Den Ausschlag hat heute wahrscheinlich die Mannschaft gegeben. Wir haben jederzeit zusammengehalten. Auch nach der falschen Mannschaftsaufstellung nach dem zweiten Finalspiel haben wir uns gesagt, dass wir weiterhin zueinander stehen müssen, und das hat sich heute ausgezahlt.“
Mario Della Schiava (Coach Reckingen): „Beide Mannschaften lagen von der Leistung her nahe beieinander. Ausschlaggebend war vielleicht die Partie von Keiling gegen Habel. Keiling konnte die 2:0-Führung nicht nach Hause bringen, und Habel spielte immer besser. Trotzdem kann und will ich niemandem einen Vorwurf machen. Echternach hatte zum Schluss vielleicht etwas mehr Glück als wir. Die Enttäuschung der Spieler ist riesig, sie wollten den zahlreichen Fans unbedingt einen Titel widmen. Sicherlich hat niemand mit uns gerechnet zu Beginn der Saison, deshalb sind wir auch stolz, dass wir bis zum Schluss dabei waren.“
Zu Demaart
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