Während der ukrainische Hochspringer
Bogdan Bondarenko bei seiner Flugshow erst an der Weltrekordhöhe von 2,46 m scheiterte, siegten über die 400 m Hürden Jehue Gordon aus Trinidad (47,69) und die Tschechin Zuzana Hejnová (52,82) mit hochklassigen Zeiten. Die weiteren Titel
sicherten sich der kenianische Topfavorit Ezekiel Kemboi über 3.000 m Hindernis (8:06,01), die Dreispringerin Caterine Ibargüen (14,85) mit dem ersten WM-Gold für Kolumbien überhaupt und die Schwedin Abeba Aregawi über 1.500 m (4:02,67).
Bondarenko, dessen Leistungen nach Platz sieben bei Olympia (2,29) förmlich explodiert sind, ließ im wieder einmal nur halbvollen Luschniki-Stadion nach seinem Siegessprung über 2,41 m einen Zentimeter mehr als die 2,45 m des Kubaners Javier Sotomayor aus dem Jahr 1993 auflegen. Zwei seiner drei Versuche riss der 23-Jährige nur um Haaresbreite, beide Male ging ein Raunen durch das weite Rund. Platz zwei und drei sicherten sich Mataz Essa Barshim aus Katar und der Kanadier Derek Drouin (beide 2,38).
Kurz zuvor hatte sich Außenseiter Gordon über die Hürden-Runde als Sieger ins Ziel gestürzt und in einem Herzschlagfinale den US-Amerikaner Michael Tinsley (47,70) um eine Hundertstelsekunde auf Platz zwei verwiesen. Bronze ging an den Serben Emir Bekric, der mit 48,05 Landesrekord lief.
Erwartet kam indes Hejanovás Sieg. Die Olympiadritte ließ der Konkurrenz über die zehn Hürden nicht den hauch einer Chance und hatte mit Weltjahresbestzeit deutlich mehr als eine Sekunde Vorsprung auf die Amerikanerinnen Dalilah Muhammad (54,09) und Titelverteidigerin Lashinda Demus (54,27).
Premiere für Kolumbien
Im Dreisprung schaffte Ibargüen die fast schon logische Krönung: Nach Bronze in Daegu 2011 und Silber bei den Olympischen Spielen in London reichte es für die 29-Jährige in Moskau nun zum großen Wurf und sie konnte das erste WM-Gold überhaupt für Kolumbien einfahren. Zweite wurde mit vier Zentimetern Rückstand Jekaterina Konewa aus Russland (14,81) vor der ukrainischen Titelverteidigerin Olga Saladuha (14,65).
Schwedens erstes Gold in Moskau holte eine gebürtige Äthiopierin über 1.500 m. Hallen-Europameisterin Aregawi, mit 3:56,60 auch Weltjahresbeste, entthronte Titelverteidigerin Jennifer Simpson (USA), die nach 4:02,99 Silber holte. Bronze ging an die Kenianerin Hellen Onsando Obiri (4:03,86).
Im Hindernis-Rennen holte Olympiasieger Kemboi seinen dritten Titel in Serie. Zehn von 14 WM-Titeln über diese Distanz haben damit Läufer aus dem ostafrikanischen Land gewonnen.
Zu Demaart
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