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Demuth und Dahlem überraschen

Demuth und Dahlem überraschen

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Die Landesmeisterschaften 2011 am Samstag im Gymnase der Coque auf Kirchberg hatten es wahrlich in sich.

Nicht nur, dass mit harten Bandagen gekämpft wurde und es einige Verletzungen zu beklagen gab, wurden in den verschiedenen Kategorien packende Auseinandersetzungen präsentiert. Und im Gegensatz zum vergangen Jahr blieben diesmal die Überraschungen nicht aus.

Die Podien

Männer

Elite:

-66 kg: 1. Bob Schmit (Cercle Esch), 2. Tom Schmit (Cercle Esch), 3. Daniel Reckinger (Befort)

-73 kg: 1. Chris Reckinger (Befort), 2. Dumitrel Ionica (Cercle Esch), 3. Anthony Florey (Bonneveg)

-81 kg: 1. Denis Barboni (Cercle Esch), 2. Mike Müller (Dudelingen), 3. Eric Aach (Bonneveg)

-90 kg: 1. Denis Leider (Cercle Esch), 2. Mich Kugener (Echternach), 3. Louis Mores (JC Esch)

-100 kg: 1. Micah Dahlem (Luxembourg), 2. Georges Simon (JC Esch)

Frauen

Elite:

-57 kg: 1. Stephanie Demuth (Cercle Esch), 2. Swetlana Breier (Cercle Esch), 3. Manon Durbach (Cercle Esch)

-78 kg: 1. Lynn Mossong (Cercle Esch), 2. Charlie Arendt (Cercle Esch), 3. Céline Zimmer (Differdingen)

Mit 260 Judokas in sieben Alterskategorien war das Championat 2011 top besetzt. Auch wenn es im Endeffekt einige Absagen zu verzeichnen gab und einige Kategorien umbesetzt werden mussten.

Mit 71 Teilnehmern stellte der Cercle de Judo Esch/Alzette bei weitem das größte Kontingent und präsentierte sich am Ende auch am fleißigsten beim Sammeln von Titeln. In der Teilnehmerliste folgten Befort (28), der JC Esch (25) und Wintger (24). Insgesamt nahmen 13 Vereine an den Meisterschaften teil. Wobei die Meisterschaften lediglich in den Altersklassen Seniors (Elite), Junioren und Cadets gewertet wurde. Die Minimes, Benjamins, Poussins und Mini-Poussins trugen ihre inoffizielle Meisterschaft als „Tournoi de l’encouragement“ aus (alle Resultate der Jugendkategorien: am Dienstag im „Tageblatt“).

Beste JPEE-Voraussetzungen

Eine erste Überraschung bot die Leichtgewichtsklasse der Frauen (-57kg), die mit drei Favoritinnen ausgestattet war. Manon Durbach (-52kg) lag körperlich im Nachteil, konnte aber gegen Steffi Demuth gewinnen. Durbach unterlag dann aber Swetlana Breier, während die Titelverteidigerin wiederum gegen Demuth verlor. Dies sogar auf Ippon. Mit dem Ippon-Sieg konnte sich Steffi Demuth auf Platz eins setzten und verschaffte sich die besten JPEE-Voraussetzungen. Für Breier, die aus einer Verletzung herauskam, wird es eng für Liechtenstein und damit einer erfolgreichen Verteidigung ihres JPEE-Goldes.

In der Schwergewichtklasse wurde Lynn Mossong ihrer Favoritenrolle gerecht. Als Leichtgewicht (-63 kg) zog sich Charlie Arendt in dieser Kategorie mit Silber sehr gut aus der Affäre, während die junge Céline Zimmer mit Bronze überraschte.

Bei den Männern mussten die beiden leichtesten Kategorien dann doch verschmolzen werden, so dass es zum Aufeinandertreffen der Schmit-Zwillinge kam. Bob Schmit konnte dabei seinen Bruder Tom Schmit (normal -55 kg) erwartungsgemäß bezwingen und sicherte sich den Titel mit Ippon. Die Kategorie -66 kg bot mit dem Sieg von Chris Reckinger keine große Überraschung. Spannender ging es schon in der Gewichtsklasse -81 kg zu, insbesondere nachdem Favorit Denis Barboni zuvor bei den Junioren dem Bonneweger Eric Aach unterlegen war. Bei der Elite konnte Barboni den Spieß dann doch wenden.

Balsam für die Seele

Auch Denis Leider wurde trotz Aufstieg in die Kategorie -90 kg (2010 Titel in der Kategorie -81 kg) seiner Favoritenrolle gerecht. Für den Cercle-Judoka war der Sieg nach den turbulenten Monaten Balsam für die Seele. Auch wenn sich Leider noch nicht festlegen will, so sieht es danach aus, dass er „step by step“ wieder angreifen will, mit einem ersten Nahziel: Liechtenstein 2010. Der Berufssoldat bleibt auch der Armee erhalten.

Apropos Liechtenstein. In der Schwergewichtsklasse ist rundum die JPEE-Teilnahme ein Zweikampf zwischen Georges Simon (JPEE-Teilnahmen 2003, 2005 und 2007) und Micah Dahlem (JPEE-Teilnahme 2009) entfacht. Simon, Altmeister der letzten Jahre, präsentierte sich nach abgeschlossenem Jura-Studium in alter Kampfstärke.

Da diese Kategorie am Ende nur mit zwei Judokas besetzt war, gab es eine Doppelrunde. Den ersten Kampf konnte Georges Simon (JCE) mit Wazari gegen den Hauptstädter gewinnen. Auch im zweiten Kampf führte der Escher mit Wazari, bevor Dahlem den Fight „in extremis“ mit Ippon (Armhebel) entschied. Micah Dahlem hatte sich damit den Titel gesichert und könnte auch eine JPEE-Vorentscheidung erzwungen haben.
In den Jugendklassen wurden bis auf die oben erwähnte Ausnahme die Hoheiten gewahrt.

Stimmen

Denis Leider (Cercle Esch): „Ich bin momentan in Form und habe mich in keinem der Kämpfe wirklich in Gefahr gefühlt. Es ist nicht wie ein Comeback, denn ich war nie weg.“

Lynn Mossong (Cercle Esch): „Ich bin zufrieden. Es war schon ziemlich locker. Vor Charlie Arendt hatte ich am meisten Respekt.“
Charlie Arendt (Cercle Esch): „Seit September kämpfe ich in der -63-kg-Kategorie. Ich fühle mich einfach stärker, und es läuft auch wirklich besser.“

Manon Durbach (Cercle Esch): „Ich bin nicht zufrieden. Gegen Swetlana Breier wollte ich einfach gewinnen, aber die Schiedsrichter haben ihr nach dem Maté noch einen Punkt zugesprochen.“