Dienstag13. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Dario Soraire kam, sah und traf

Dario Soraire kam, sah und traf

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

FUSSBALL - 85. Endspiel der Coupe de Luxembourg: CS Grevenmacher - Déifferdeng 03 0:1 (0:0)

Durch ein Last-Minute-Tor von Dario Soraire sicherte sich Déifferdeng 03 verdientermaßen den ersten Pokalsieg in seiner noch recht jungen Vereinsgeschichte. Der CSG besaß zwar noch eine Torchance in der Nachspielzeit, hatte in den letzten 30 aber nur noch selten die Kraft zu Entlastungsangriffen.

Vom Pokalfinale berichten Lex Bruch, Thierry Stoffel (Texte) und Gerry Schmit (Fotos)

Blau gegen Rot, also genau wie 2008 (Grevenmacher bezwang Rosport), lautete das Farbenspiel zwischen dem CSG und D03. Leider hatte der Wettergott kein Einsehen, denn eine halbe Stunde vor dem Anpfiff goss es noch wie aus Eimern. D03-Coach Dan Theis vertraute exakt der Elf, die Etzella im Halbfinale bezwungen hatte. Der CSG musste notgedrungen umkrempeln, da Müller gesperrt war. Boussi rückte in die Startformation auf.
Wie angekündigt lieferten sich beide Protagonisten von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Der erste Torschrei blieb den Differdingern in der Kehle stecken, denn wegen vorangegangener Fouls – Piskor an Pleimling – wurde Lebresnes Treffer aberkannt (7’). Albanese war anfangs an jedem D03-Angriff beteiligt, die Roten drängten mit aller Macht auf die Führung. Die Moselaner gaben aSiehe auch
BILDSTRECKE dazu
llerdings einen total ebenbürtigen Gegner ab. Eine sehenswerte CSG-Kombination über fünf Stationen machte Hym zunichte (19’). Heinz’ Kopfball (22’) ging nur knapp daneben.
Die 22 Akteure gaben keinen Meter Boden wehrlos preis. Mit Inbrunst und voller Leidenschaft wurde hüben wie drüben gefightet. Huss vergab nach Boussi-Flanke (24’). Joachims Versuch strich haarscharf an Pleimlings Kasten vorbei (32’). In einer rassigen Partie jagte ein Höhepunkt den nächsten, ins Tor rein wollte das Spielgerät aber zumindest einstweilen noch nicht. Mit einem leistungsgerechten Remis wurden die Seiten gewechselt.
In den zweiten 45’ kamen beide Teams nur langsam in Fahrt. Jänisch probierte es mit einem strammen Distanzschuss (60’). D03 dominierte, es fehlte aber an der nötigen Präzision, und Heinz stand stets goldrichtig. Er war der Turm in der Schlacht und entschied das Duell gegen Piskor klar zu seinen Gunsten. Huss stand auf der Gegenseite zusehends öfter allein auf weiter Flur. In der 64’ brannte es erstmals wieder lichterloh vor Hym. Wagner fälschte Hartungs Schuss ab, der D03-Keeper reagierte blitzschnell und klärte zur Ecke. Pech hatte auf der anderen Seite Joachim, dessen „Hammer“ nur das Aluminium traf.
Trotzdem hatte die Begegnung etwas an Intensität eingebüßt. Zollten die Akteure dem hohen Kräfteverschleiß aus dem ersten Durchgang und den Halbfinalspielen unter der Woche etwa Tribut? D03 nur leicht, indes der CSG spürbar nachließ.
Brzyskis Patzer (72’) kam für Piskor völlig überraschend und blieb ohne Folgen. Pleimling zeichnete sich im Anschluss an einen fulminanten 20-m-Schuss von Kettenmeyer aus, und eigentlich stellte man sich bereits auf eine Verlängerung ein.
Dann hatte der 5’ zuvor eingewechselte Soraire seinen großen Auftritt. Nachdem Piskor per Kopf vorgelegt hatte, drosch der kleine Argentinier die Pille in der 90’ im Nachschuss unhaltbar in die Maschen.

Trainerstimmen

Claude Osweiler (CSG): „Fußball ist kein Wunschkonzert, mal ist er schön und mal grausam. Grausam wie beispielsweise heute. Déifferdeng 03 hatte eben auch das Quäntchen Glück auf seiner Seite. Die Welt geht nach dieser Niederlage nicht unter. Im Gegenteil, ab sofort geht es weiter.“

Dan Theis (D03): „Phantastisch, meine Jungs haben sich die verdiente Belohnung nach einer langen Saison abgeholt. Allesamt – vom Torwart bis zu den Reservespielern und auch jene, die heute nicht im Kader standen – haben ihren Job hervorragend erledigt. Hinten haben wir nicht viel zugelassen und im zweiten Durchgang haben wir der Partie den Stempel aufgedrückt. Verdienter Sieg!“ 

STATISTIK

o Grevenmacher: Pleimling – Braun, Heinz, Brzyski, Federspiel (90+3 Thimmesch) – Stojadinovic (63 Lautaro), Hartung, Omerovic – Hoffmann – Boussi (83 Lörig), Huss

o Déifferdeng 03: Hym – Kintziger, Siebenaler, Wagner, Rodrigues – Jänisch (90+1 Diop), Lebresne (85 Soraire), Kettenmeyer – Albanese (75 Alunni), Piskor, Joachim

o Schiedsrichter: Parage – Tropeano, Durieux

o Gelbe Karten: Hartung, Boussi – Rodrigues, Lebresne, Kettenmeyer, Alunni

o Torfolge: 1:0 Soraire (90)

o Beste Spieler: Heinz, Hartung – Lebresne, Joachim

o Zuschauer: 2.504 zahlende