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Bolt holt Gold

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Superstar Usuain Bolt hat am Sonntag das Finale der 100 Meter gewonnen. Die erste russische Goldmedaille wurde im Gehen gewonnen.

Superstar Usain Bolt hat sich im Regen von Moskau den WM-Titel über 100 Meter zurückgeholt. Zwei Jahre nach seinem Fehlstart von Daegu gewann der Olympiasieger und Weltrekordhalter aus Jamaika am Sonntagabend bei den Leichtathletik-Weltmeisterschafen in 9,77 Sekunden vor dem US-Amerikaner Justin Gatlin (9,85). Dritter wurde Bolts Landsmann Nesta Carter (9,95).

Logo" class="infobox_img" />Er war der Beste im Zehnkampf. (AFP)

Sollte Bolt am nächsten Wochenende auch noch Gold über 200 und 4 x 100 Meter gewinnen, würde er bereits mit 26 Jahren Carl Lewis (USA) als erfolgreichsten Athleten der WM-Geschichte ablösen.

Das Finale im Luschniki-Stadion stand allerdings im Schatten des großen Dopingskandals der vergangenen Wochen. Der Weltjahresbeste Tyson Gay (USA) war vor der WM der Einnahme verbotener Mittel überführt worden und fehlte deshalb am Sonntag genauso wie der verletzte Titelverteidiger Yohan Blake (Jamaika).

Locker ins Finale

Olympiasieger Usain Bolt hatte zuvor locker das 100-Meter-Finale am Sonntagabend erreicht. Obwohl der Jamaikaner einen schwachen Start erwischte und sein Tempo am Ende deutlich reduzierte, lief er immer noch eine starke Zeit von 9,92 Sekunden. Schneller war in den drei Halbfinalläufen nur sein Landsmann Nickel Ashmeade mit 9,90 Sekunden.

Bolts vermeintlich stärkster Rivale Justin Gatlin aus den USA zog mit einer Zeit von 9,94 Sekunden in den Endlauf um 19.50 Uhr (MESZ) ein. Auch der Jamaikaner Kemar Bailey-Cole und der Amerikaner Mike Rodgers (beide 9,93) überzeugten in ihren Rennen.

Weltrekordhalter Bolt musste sich bei dieser WM den Titel über 100 Meter zurückerobern, da er vor zwei Jahren in Daegu wegen eines Fehlstarts disqualifiziert wurde. Titelverteidiger Yohan Blake (Jamaika) fehlt in Moskau wegen einer Oberschenkel-Verletzung.

Erstes russisches Gold im Gehen

Die erste Goldmedaille für Gastgeber Russland holte Alexander Iwanow im Gehen. Der 20-Jährige setzte sich am Sonntag über 20 Kilometer auf dem Rundkurs an der Moskwa durch und kam als Erster im Luschniki-Stadion ins Ziel.

In der persönlichen Bestzeit von 1:20:58 Stunden holte Iwanow auch das erste Edelmetall für den WM-Gastgeber. Zweiter wurde Olympiasieger Chen Ding aus China in 1:21:09 vor dem Spanier Miguel Angel Lopez (1:21:21). Iwanows Landsmann Waleri Borchin, Olympiasieger von 2008 und Weltmeister von 2009 und 2011, hatte wegen einer Verletzung nicht zur Titelverteidigung antreten können.

Zehnkampf: Gold für die USA

Die Zehnkampf-Goldmedaille ging indes an Olympiasieger und Weltrekordler Ashton Eaton aus den USA, vor dem Deutschen Michael Schrader und dem Kanadier Damian Warner.

Die Sandgrube bei den Frauen bleibt das Revier von Brittney Reese. Die Titelverteidigerin und Olympiasiegerin aus den USA setzte sich im Weitsprung mit 7,01 Metern und nur zwei Zentimetern Vorsprung auf Sprintspezialistin Blessing Okagbare. aus Nigeria durch.

Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba ist zum dritten Mal Weltmeisterin über 10 000 Meter geworden. Bei der Leichtathletik-WM in Moskau siegte die 28 Jahre alte Äthiopierin am Sonntagabend in 30:43,35 Minuten vor der Kenianerin Gladys Cherono (30:45,17) sowie Belaynesh Oljira aus Äthiopien (30:46,98).

Im Diskuswerfen feierte Olympiasiegerin Sandra Perkovic aus Kroatien mit 67,99 Metern überlegen ihren ersten WM-Titel. Die Plätze zwei und drei gingen an die Französin Mélina Robert-Michon (66,28) und die Kubanerin Yarelys Barrios (64,96).