Portugal zählt nicht mehr, Joachim Löw will im dampfigen Klima von Fortaleza mit aller Macht den zweiten WM-Sieg. «Wir müssen nachlegen. Mit einem Sieg können wir davonziehen in dieser Gruppe. Wer nachlässt, verliert bei diesem Turnier», erklärte der Bundestrainer energisch, bevor sich seine 23 Spieler in der Arena Castelão am Freitag beim Abschlusstraining an das belastende Klima gewönnen konnten.
«Die Bedingungen sind für jeden gleich, für Ghana, für uns. Wir versuchen, uns daran zu gewöhnen», sagte Sami Khedira. Und als Marschroute für die 90 Minuten am Samstag gab der Mittelfeldantreiber vor: «Clever spielen bei den Temperaturen.»
Bruderkampf
Deutschlands WM-Liebling Thomas Müller und seine euphorisch gefeierten Kollegen brennen auf das zweite heiße Match in Brasilien. Der für Ghana spielende Schalker Kevin-Prince Boateng hat dem deutschen Team und damit auch seinem Halbbruder Jérôme einen Kampf «bis aufs Blut» angekündigt. Löw nahm diese Ansage gerne auf: «Ich erwarte ein Spiel, das geprägt sein wird von Ghanas Situation. Für sie ist es ein Finale. Sie werden kämpfen bis aufs Blut.»
Löw und seine Spieler möchten unbedingt die Weichen für das Achtelfinale stellen. «Wir sind gewarnt, wir wollen nicht wieder ein Endspiel haben im letzten Gruppenspiel wie 2010», sagte Khedira. Während die Westafrikaner in der Gruppe G nach der bitteren 1:2-Auftaktniederlage gegen die USA im Estádio Castelão der frühzeitige WM-K.o. droht, könnte die deutsche Mannschaft mit dem zweiten Turniersieg vorzeitig in die K.o.-Phase einziehen. Dazu müssten die USA dann in der Nacht zum Montag gegen Weltfußballer Cristiano Ronaldo und dessen angeschlagene Portugiesen mindestens einen Punkt holen.
Zu Demaart
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