In der portugiesischen Universitätsstadt Coimbra will sich die FLF-Auswahl nach der enttäuschenden Leistung gegen Russland gegen die „Selecção“ wieder von ihrer besten Seite zeigen. Portugal, das sich nur noch nur durch fremde Hilfe direkt für die WM 2014 in Brasilien qualifizieren kann, tritt ohne die gesperrten Topstars Ronaldo und Pepe an.
Dass Luxemburg sein Punktekonto am Dienstag (15.10.13) noch einmal hochschrauben kann, ist höchst unwahrscheinlich. Dem Team um Nationaltrainer Luc Holtz geht es vor allem darum, sich ehrenvoll aus der laufenden WM-Qualifikation zu verabschieden, die man schon jetzt als Erfolg verbuchen kann.
Mit den Trainingseinheiten nach dem Russland-Spiel war Holtz dann auch wieder zufrieden: „Der Rhythmus war höher und das Umschalten hat deutlich besser geklappt.“ Aurélien Joachim kehrt nach seiner Gelbsperre wieder zurück auf den Platz. Das 4-4-2-System könnte aber trotzdem eine kleine Auszeit bekommen. Die Tendenz geht heute in Richtung eines 4-4-1-1-Systems mit Stefano Bensi als hängender Spitze. Mario Mutsch könnte wieder auf die Flügel ausweichen und Payal in die Startelf zurückkehren.
Hoffnung
Die Portugiesen haben in den letzten Partien ein wenig an Kredit eingebüßt. „Gegen Luxemburg steht das Resultat nicht im Vordergrund, wir wollen den Zuschauern vor allem schönen Fußball bieten“, so Verteidiger Luis Neto (Zenit St. Petersburg). Die direkte WM-Qualifikation ist nur noch möglich, wenn Russland gegen Aserbaidschan verliert und Portugal gleichzeitig einen hohen Kantersieg gegen Luxemburg landet. „Die direkte Qualifikation ist möglich. Priorität hat aber ein Sieg“, erklärte Portugals Nationaltrainer am Montag anlässlich der Pressekonferenz im Estadio Cidade de Coimbra.
Dass sich die Lusitanier bereits mit ihrem Schicksal abgefunden haben, zeigen die beiden Gelben Karten von Pepe und Ronaldo beim 1:1-Remis am Freitag (11.10.13) gegen Israel. Die beiden Real-Stars holten sich in den Schlussminuten eine Verwarnung ab, um ihre Strafe gegen Luxemburg absitzen zu können und unvorbelastet in die beiden wichtigen Play-off-Spiele gehen zu können. Offiziell wurde dies natürlich nicht bestätigt.
Hungrige Gegner
Junge, hungrige Spieler werden ihre Chance am Dienstag (15.10.13) gegen Luxemburg erhalten. Wie beispielsweise Jungstar Bruma, der bei der letzten U20-WM verblüffte und im letzten Sommer bei Galatasaray Istanbul unterschrieb.
Das Herz und die Seele des portugiesischen Spiels ist João Moutinho (AS Monaco). Der Spielgestalter verteilt die Bälle im Mittelfeld und taucht selten unter. Ihn am Spielaufbau zu hindern, wird eine der Hauptaufgaben des luxemburgischen Mittelfelds sein. Bei der 1:2-Niederlage im Hinspiel bereitete Moutinho beide Treffer vor. Ob Nani (Manchester United) nach seiner enttäuschenden Vorstellung gegen Israel in der Startelf stehen wird, ist zurzeit mehr als fraglich.
Deutliches Kräfteverhältnis
Wer auch immer am Dienstag (15.10.13) bei den Portugiesen auf dem Platz steht, verfügt zumindest über internationale Klasse. Laut Transfermarkt.de ist der „wertloseste“ Spieler in den Reihen der „Selecção“ der dritte Torwart Anthony Lopes mit einem Marktwert von 1,5 Millionen Euro. Bei Luxemburg steht Mario Mutsch mit einem Marktwert von 600.000 Euro an der Spitze. Allein diese Zahlen unterstreichen das Kräfteverhältnis mehr als deutlich.
Aber vielleicht darf Luxemburg auch diesmal wieder kurz träumen, wie im Hinspiel, als Dan da Mota seine Farben in Führung brachte und die Portugiesen erst in der 56. Minute nach langem Kampf in Führung gingen.
Zu Demaart
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