Auch im fünften Anlauf sollte es der Amicale Steinsel nicht gelingen, sich gegen Düdelingen durchzusetzen. In einem keineswegs berauschenden Spiel bestimmten die taktischen Vorgaben das Geschehen. Zum Schluss hatten die Düdelinger das bessere Ende für sich. Der T71 hat jetzt alle Trümpfe in der Hand, die Finalteilnahme in eigener Halle perfekt zu machen.
Von Beginn an war das Spiel der Düdelinger sehr variabel. Von außen traf Ruffato mit schöner Regelmäßigkeit und unter dem Korb dominierten der Amerikaner Stephens und Frank Muller. Die Amicale-Abwehr war in dieser Phase nicht sattelfest und ließ die nötige Aggressivität vermissen. Langsam setzte sich der Gast ab und nach sieben‘ war der Vorsprung des T71 auf neun Punkte angewachsen. Die Hausherren vermochten vor allem im Angriff nicht zu überzeugen und zu oft verpassten die Versuche aus der Distanz ihr Ziel.
Nach einer ersten Auszeit von Heimcoach Kresimir Basic rappelten die Steinseler sich etwas auf und reduzierten zur ersten Viertelpause den Rückstand auf drei Punkte (22:25).
Auch im zweiten Spielabschnitt ließen die taktischen Zwänge keinen richtigen Spielfluss aufkommen. Mittlerweile hatten die Düdelinger Scharfschützen ebenfalls Ladehemmung und nach 16′ stellte die Amicale durch Jones den Gleichstand bei 31:31 wieder her.
Bis zur Pause blieb das Spiel zerfahren aber dank eines Buzzerbeaters von Tom Schumacher lagen die Gäste wieder in Front (33:38).
Nach dem Dreh konnten sich nacheinander Rajniak und Muller in Szene setzten und prompt war die Führung auf 12 Punkte ausgebaut worden. Die Gastgeber versuchten zwar weiterhin Gegenwehr zu leisten aber die Versuche von Jones blieben erfolglos. Düdelingen war jetzt darauf bedacht, ihren Vorteil zu verwalten. Die 25» wurden regelmäßig ausgespielt und mit 48:56 wurde das letzte Viertel eingeläutet.
Eine Wende sollte der Amicale nicht mehr gelingen, auch wenn man sich in den letzten Minuten auf sieben Punkte herangekämpft hatte. Schumacher und Rajniak spielten in der Schlussphase ihre ganze Routine aus und der T71 konnte den Sieg verdient nach Hause schaukeln.
MSC
Stimmen zum Spiel
Kresimir Basic (Coach Steinsel): „Wir haben eine Schlacht verloren aber noch nicht den Krieg. Allerdings muss ich Düdelingen für ihre Leistung gratulieren. Wir kamen nur schwer ins Spiel und meine Spieler konnten ihre Nervosität nicht ablegen. Im Rückspiel in Düdelingen haben wir nichts mehr zu verlieren und können befreit aufspielen.“
Tom Schumacher (Düdelingen): „Dieses Spiel war ein starkes Stück Arbeit. Wir mussten an unsere physischen Grenzen gehen. Steinsel wirkte nicht so aggressiv wie sonst und tat sich schwer, günstige Schusspositionen zu finden. Wir müssen aber nach wie vor auf der Hut sein. Im Pokalfinale waren wir auch Favorit, das Resultat kennt man ja.“
Herren
Spiel 1, gestern:
Bartringen – Etzella 85:82
Steinsel – Düdelingen 61:71
Spiel 2, am Sonntag:
18.00: Etzella – Bartringen
19.00: Düdelingen – Steinsel
Evtl. Entscheidungsspiel:
22.5., 19.30: Etzella – Bartringen
22.5., 20.30: Düdel. – Steinsel
Damen
Spiel 1, am Mittwoch:
Contern – Musel Pikes 45:61
Esch – Ettelbrück 89:57
Spiel 2:
Heute, 20.30:
Musel P. – Contern
Sonntag, 16.00:
Etzella – Esch
Evtl. Entscheidungsspiel:
21.5., 20.30: Musel P. – Contern
21.5., 20.30: Ettelbrück – Esch
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