Auch in diesem Jahr war das Mini-Europe wieder ein voller Erfolg. Bei insgesamt 57 Partien stellten die „Minis“ ihr Können unter Beweis.
Dabei scheint das Turnier endgültig den Kinderschuhen entwachsen zu sein: In den Vorjahren richtete sich das Turnier noch an Jugendliche im Alter von zwölf und 13 Jahren, 2010 hingegen waren die 13- bis 14-Jährigen eingeladen. „Leider gibt es auf europäischer Ebene keine einheitliche Kategorieneinteilung. Wir haben uns entschieden, uns am Luxemburger Modell – Jahrgänge 1996-1997 – zu orientieren. Für die Mannschaften passte dieser Übergang perfekt, die meisten reisten mit der gleichen Mannschaft wie letztes Jahr an“, so Paul Schulté, Mitbegründer des Mini-Europe. „Die veränderten Kategorien sind auch auf dem Spielfeld deutlich zu sehen. Letztes Jahr waren es noch Kinder, dieses Jahr schon Jugendliche. Das Gebotene war weitaus physischer als in den Vorjahren. In dem Alter macht ein Jahr sehr viel aus. Daher mussten wir auch penibel genau die Ausweise der gemeldeten Spieler kontrollieren. Es ist etwas ganz anderes. Ein bisschen fehlt die Magie der kleinen Kinder, die wir träumen lassen können.“
Der Basket Esch beendete das Turnier auf dem 13. Platz, doch Coach Martine Baum-Ruppert zeigt sich optimistisch: „Wir hatten dieses Jahr eine sehr junge Mannschaft. Trotzdem haben sie bewiesen, dass sie Basketball spielen können, und haben hart gekämpft. Es ist eine sehr gute Vorbereitung auf das nächste Jahr. Ich denke, dass diese Mannschaft in zwei Jahren um den Titel mitspielen kann. In diesem Alter sind es die Größenvorteile, die entscheidend sind.“ Aus den Reihen des Basket Esch stammt auch der jüngste Spieler des Turniers: Ben Kovac (geboren am 22.2.2000). Dabei ist es schon sein drittes Mini-Europe, vier weitere könnten noch folgen.
Die beiden Giessener Erfolgs-Coachs Stephan Röll und Ekkehard Zimmer zeigten sich begeistert: „Zusammen wachsen, zusammen leben – So würde ich das Turnier in einem Satz beschreiben. Es ist eine ideale Möglichkeit, um sich über die Jugendarbeit anderer Nationen auszutauschen. Es ist eindeutig ein Leistungsturnier. Hier wurde hochklassiges Niveau gezeigt.“
All Star Zimmer
Doppelten Grund zur Freude gab es für „Fredo“ Zimmer, der zudem ins MVP-All-Star-Team gewählt wurde. „Es war eine fantastische Ausgabe. Das Konzept, den internationalen Austausch zu fördern, geht auf, wenn man sieht, wie Mannschaften, die sich eigentlich kaum verständigen können, sich gegenseitig anfeuern“, so Paul Schulté weiter.
„Ich sehe das Mini-Europe weiter wachsen, aber eher in der Qualität als in der Quantität. Mit 16 Mannschaften sind wir logistisch und auch organisatorisch am Maximum angekommen. Etwa 100 Helfer sind im Einsatz, betreuen die Mannschaften, helfen beim Catering oder beim Zeitnehmen.“
Und dass Disziplin hier das A und O ist, spürte ein Spieler des Basket Cervia-Cesenatico: Wer nachts sein Gemach unerlaubt verlässt, um Mädchen nachzulaufen, den erwarten Liegestütze.
Zu Demaart
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