Jana Peters
Nach langer Planung vonseiten der Organisation rund um Azevedo fiel gestern um 14.00 Uhr auf der place de la Constitution, wo sonst die „Gëlle Fra“ steht, der Startschuss für 1.309 Läufer und Nordic Walker.
870 Läufer machten sich auf die 12 km lange Strecke durch die Stadt Luxemburg. Dominiert haben hier ganz klar die Treppen, die die Strecke neben den Anstiegen noch schwieriger machten.
Zu dieser Erkenntnis kam auch der Erstplatzierte über 12 km, Pierre Weimerskirch, welcher seiner Favoritenrolle mit rund zwei Minuten Vorsprung vollends gerecht wurde. Nach Aussage des Schifflingers war die Strecke schwerer als erwartet, obwohl ihm die vielen Anstiege – im Gegensatz zu den Abstiegen – eher weniger Probleme bereiteten. Die Strecke fand er überzeugend, wenn auch die vielen Treppen wegen des Regens etwas rutschig und so auch gefährlich waren.
Ansonsten war Weimerskirch äußerst zufrieden mit seinem Resultat und der ersten Auflage des Urban Trail. Auch die Zweit- und Drittplatzierten, Régis Maniora und Joao Leite, warSiehe auch
BILDSTRECKE dazuen zufrieden mit dem Rennverlauf und der Strecke. Der Fünftplatzierte Alexandre Dolosor hatte derweil Pech, als er in einer engen Passage an den entgegenkommenden Athleten vorbeilaufen wollte und stürzte. Bei den Frauen sicherte sich Manuella Richard mit einer halben Minute Vorsprung den Sieg vor Christina Tazza und Isabelle Gosset.
Auf den 35 km gestaltete sich das Rennen etwas spannender was die luxemburgischen Teilnehmer angeht. Denn hier lieferten sich Jean-Pierre Serafini, der nach eigenen Aussagen von der Nachtschicht kam, und Georges Krier ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz auf der langen Distanz. Der Belgier Jean-François Charlier, welcher auch dem Organisator unbekannt war, hatte ganz klar bessere Beine als die beiden Luxemburger. Er konnte sich absetzen und das Rennen für sich entscheiden.
Dahinter gab es am Ende eine Entscheidung zu Gunsten von Serafini. Dieser hatte von vornherein eingesehen, dass Charlier einfach stärker war und er nicht mithalten konnte. Zur Strecke konnte Serafini nur Gutes sagen, obwohl er es als schade empfand, dass einige Markierungen abhanden gekommen oder durch den Regen zerstört worden waren. Die Tatsache, dass er nach einer Nachtschicht – er war um 5.00 Uhr morgens nach Hause gekommen – einen Trail gelaufen ist, erklärte er mit den Worten: „José ist ein guter Freund von mir, ich konnte also nicht ’nicht mitlaufen‘. Ich bin für ihn gelaufen.“
Auch Georges Krier, welcher sich das ein oder andere Mal verlaufen hatte – unbewusst war er am „Itzegerstee“ falsch abgebogen, weil eine Wegzeichnung abhanden gekommen war – schien zufrieden: „ Die Strecke ist sehr schön, wenn auch schwer. Zudem habe ich mir unbekannte Plätze gesehen. An manchen Stellen musste man nur sehr aufpassen, da durch den Regen die Treppen schmierig geworden sind.“
Bei den Frauen gab es einen klaren Sieg von Torielle Reding-Perreur, welche im Vergleich zu den Männern eine herausragende Zeit gelaufen ist. Dies ohne eine spezifische Vorbereitung auf den Trail.
Im Team-Run ließ die Mannschaft der Luxemburger Armee die Konkurrenz deutlich hinter sich. „Das Rennen war an Trailverhältnisse angepasst“, so Shed Meis vom Siegerteam.
Echos
Bei den meisten Teilnehmern kam das Rennen gut an. Die Strecke sei sehr schön aber hart, so die Anmerkungen.
Doch bemängelten einige nicht die Schönheit der Strecke, sondern die Kennzeichnung eben dieser, denn wegen des Regens kam es zu Irreführungen durch die fehlenden Wegweiser. So kam es, dass einige Läufer beim Mudam nicht weiterwussten. Andere Pechvögel, unter ihnen Dirk Falkenstein, hatten sich über mehrere Kilometer verlaufen.
„Auch die Verpflegungsstellen“, so ein Läufer, „hätten vielleicht gekennzeichnet werden können.“ – „Diese Kritik soll aber für den Veranstalter eine Anregung fürs nächste Jahr sein“, so ein weiterer Teilnehmer, „denn im Großen und Ganzen hat uns das Rennen gut gefallen, trotz einiger Mankos.“
Bilanz
Die Veranstalter, unter ihnen Hauptorganisator José Azevedo, schienen nach dem Rennen äußerst erleichtert und zufrieden: „Es war eine gelungene Premiere, und diesem Rennen werden weitere folgen“. Zufrieden also, trotz des schlechten Wetters und obwohl er sich einiger Probleme hinsichtlich der Strecke bewusst war. So hatte er auf der Strecke erfahren, dass einige Wegweiser abhanden gekommen oder vom Regen verwischt worden waren. Viele Läufer hatten sich daher an so manchen Stellen, wie bei der Philharmonie oder dem „Itzigerstee“, verlaufen.
Auch die Verkehrsregelung erschien problematisch; so waren die meisten Straßen nicht gesperrt und die Läufer hatten keinen Priorität, sondern mussten sich dem Verkehr anpassen. Dies war zwar im Vorfeld bekannt, doch war es an einigen Stellen trotz Streckenpfosten gefährlich (nach Aussagen einiger Läufer).
Ansonsten konnte Azevedo nur anmerken, dass bei einer nächsten Veranstaltung mehr freiwillige Helfer benötigt werden, um so die Probleme auszubessern. Einer Trail-WM in Luxemburg würde der Veranstalter positiv gegenüberstehen: „Ich habe nur den Denkansatz gegeben. Ein solches Rennen würde frühestens in drei bis fünf Jahren hier stattfinden können. Bis dahin ist noch eine Menge Zeit, das Ganze mit der FLA zu besprechen. Denn ein solches Rennen würde bedeuten, dass 30 Nationen teilnehmen würden und das Teilnehmerfeld um einiges vergrößern. Doch für Luxemburg wäre es meiner Meinung nach eine gute Sache.“
Im Hinblick auf das nächste Jahr plant José Azevedo jetzt schon. So denkt er über einen neuen Ort für den Start nach, da die place de la Constitution doch einige Tücken hat: „Man läuft 500 m, und schon hat man einen Engpass in den Treppen. Deshalb haben wir den Start der einzelnen Rennen aufgeteilt, um so jegliche Probleme zu vermeiden. Für nächstes Jahr könnte man die Überlegung anstellen, den Start im oder beim Stade Josy Barthel zu machen. Es wird einige kleine Veränderungen geben, aber eine nächste Auflage ist jetzt schon in Planung.
DKV-URBAN-TRAIL: DIE TOP 50 (35 KM) UND DIE TOP 150 (12 KM)
35 km: 1. Jean-François Charlier 2:38:26, 2. Jean-Pierre Serafini 2:39:56; 3. Georges Krier 2:42:21, 4. Simon Freeman 2:44:49, 5. Marc Henrion 2:45:31, 6. Jean-Paul Schroeder 2:50:35, 7. Victor Gomes 2:54:16, 8. Nico Weirig 2:54:28, 9. Jacques Mathes 2:54:30, 10. Christian Zimmer 2:56:38, 11. Xavier Renault 2:57:54, 12. Jean-Luc Stehlin 3:00:22, 13. Emile Reuter 3:01:35, 14. Roberto Moura 3:02:34, 15. Bertil Muller 3:03:11, 16. Marc Schumacher 3:05:39, 17. Philippe Rischette 3:05:40, 18. Rui Domingos 3:05:47, 19. Torielle Reding-Perreur 3:06:48, 20. Patrick Streff 3:07:46, 21. Patrick Pesche 3:07:51, 22. Pitt Schneider 3:07:55, 23. Michel Wolter 3:08:00, 24. Yvan Rancon 3:08:31, 25. Steve Goedert 3:10:00, 26. Raphaël Loffredo 3:10:34, 27. Marcel Eischen 3:10:59, 28. Olivier Wahl 3:11:55, 29. Nicolas Tissot 3:12:34, 30. Philippe Koppes 3:14:05, 31. Philippe Brown 3:14:22, 32. Julien Mertens 3:15:56, 33. Jean Philippe Haux 3:15:58, 34. Roland Weber 3:16:19, 35. Martina Greiml-Lenertz 3:16:20, 36. Eric Durrer 3:16:28, 37. Serge Engelberg 3:16:30, 38. Mikael Boro 3:16:58, 39. Marc Reding 3:17:39, 40. Ludovic Huberty 3:18:03, 41. Clement Beaudin 3:18:33, 42. Daniel Deligny 3:19:07, 43. Vic Arendt 3:19:18, 44. Jérôme Bouzeau 3:18:28, 45. Marc Stranen 3:20:40, 46. Frederic Derese 3:21:22, 47. Christophe Breuzin 3:22:01, 48. Jean-Marc Hild 3:22:15, 49. Olivier Plandon 3:22:16, 50. Jacques Grandidier 3:22:30
12 km: 1. Pierre Weimerskirch 47:07, 2. Regis Ilaria Maniora 49:04, 3. Joao Leite 49:39, 4. James Dunn 49:50, 5. Alexandre Dolosor 49:56, 6. Pijak Ondrej 49:58, 7. Elie Dhaeze 50:08, 8. Jose Ribeiro 51:05, 9. Antonio Perreira Cruz 52:29, 10. Jérôme Kowalsky 52:33, 11. Armand Welsch 52:44, 12. Jerry Ludwig 54:12, 13. Cédric Moyen 54:27, 14. Marco Kiesgen 54:42, 15. Emmanuel Dolle 54:49, 16. Pascal Berger 55:09, 17. Michael Skovgaard 56:32, 18. Luc Malget 56:47, 19. Martine Faber 57:08, 20. Claude Bastendorff 57:15, 21. Gauthier Crommelinck 57:16, 22. Jerry Oswald 57:49, 23. Ray Karmolinski 57:57, 24. Eric Wauquier 58:06, 25. Tony Pais 58:09, 26. Chris Knowles 58:43, 27. Romain Hild 58:49, 28. Marc Goergen 59:04, 29. Luc Kohll 59:25, 30. Christian Schroeder 59:29, 31. Laurent Wernette 59:36, 32. Horst Fröhlich 59:40, 33. Fränk Schütz 59:46, 34. Gracel Amadeo 1:00:06, 35. Gilles Frising 1:00:07, 36. Chrëscht Super 1:00:11, 37. Gilles Kneip 1:00:14, 38. Veli-Pekka Paukku 1:01:07, 39. Chris Pletschette 1:01:09, 40. Michel Haas 1:01:20, 41. Jean Christophe Brange 1:01:30, 42. Lex Muller 1:01:35, 43. Brigitte Jung 1:01:47, 44. Max Witry 1:01:50′, 45. Christian de Gruiter 1:01:54, 46. Tom Thill 1:01:56, 47. Henry de Ron 1:02:06, 48. John Keane 1:02:09, 49. Hugo De Oliveira e Silva 1:02:10, 50. Patrick Obertin 1:02:13, 51. Guy Wetzel 1:02:15, 52. Tom Witry 1:02:42, 53. Raoul Schaack 1:02:54, 54. Amy Dobbins 1:02:59, 55. Charles Louis Machuron 1:03:02, 56. Marc Arend 1:03:13, 56. Guy Gaffinet 1:03:13, 58. Christian Nilles 1:03:16, 59. Mike Moersch 1:03:16, 60. Francis Bonardel 1:03:19, 61. Guillaume Bisdorff 1:03:36, 62. Nico Bettendorff 1:03:38, 63. Claude Schmit 1:03:39, 64. Fred Hipp 1:03:41, 65. Luc Eicher 1:03:43, 66. Yves Frising 1:04:03, 67. Steve Costantini 1:04:09, 68. Gerald Michalkj 1:04:41, 69. Aloyse Kisch 1:04:52, 70. Pascal Tassan 1:05:01, 71. Frederic Henry 1:05:04, 72. Manuella Richard 1:05:11, 73. Pierre Wirtz 1:05:12, 74. Jeff Nilles 1:05:13, 75. Manu Konsbruck 1:05:19, 76 Marc Widong 1:05:21, 77. Xavier Thillen 1:05:22, 78. Laurent Decker 1:05:27, 79. Erny Pessers 1:05:28, 80. Patrick Tomat 1:05:29, 81. Michael Kunde 1:05:39, 82. Mathias Link 1:05:43, 83. Sam Calmes 1:05:47, 84. Cristina Tazza 1:05:47, 85. Jannes Heikkinen 1:05:48, 86. Armand Schoetter 1:05:49, 87. Isabelle Gosset 1:05:50, 88. Guy Majeres 1:05:57, 89. Marco Migy 1:06:00, 90. Manuel Mordiconi 1:06:00, 91. Laurent Charnaut 1:06:00, 92. Marcello Loguercio 1:06:03, 93. Gilles Bley 1:06:21, 94. Marc Zimmer 1:06:24, 95. Franco Fauzzi 1:06:25, 96. Max Hahnj 1:06:27, 97. Laurence Goergen 1:06:31, 98. Yves Kauffmann 1:06:31, 98. Sebastien Greau 1:06:31, 100. Sascha Umstadt 1:06:36, 101. Martine Licker 1:06:38, 102. Fabrice Petit 1:06:41, 103. Santiago Fernandez 1:06:48, 104. Olivier Hanin 1:06:48, 105. Dora Ries-Carriero 1:06:48, 106. Felix Maraglino 1:06:51, 107. Steve Nilles 1:07:06, 108. Jean Colling 1:07:08, 109. Daniel Goudenbour 1:07:08, 110. Henrik Sode 1:07:13, 111. Steve Schiltz 1:07:16, 112. Christian Lunkes 1:07:20, 113. Rich Thill 1:07:21, 114. Luc Guirbal 1:07:22, 115. Jeff Groeber 1:07:23, 116. Jerry Schaack 1:07:23, 117. Georges Dhur 1:07:35, 118. Denis Curridor 1:07:40, 119. Mike Schintgen 1:07:41, 120. Claude Schmit 1:07:43, 121. Pailo Dos Santos 1:07:47, 122. Claire Maillard 1:07:51, 123. Marc Pieper 1:07:59, 124. Carlota Cenalmor 1:07:59, 125. Emmanuel Armbruster 1:08:04, 126. Simone Heijnsbroek 1:08:05, 127. Marc Reuter 1:08:06, 128. Jean Jacques Muller 1:08:07, 129. Laurent Muller 1:08:12, 130. Maxime Sudre 1:08:12, 131. Juka Manninen 1:08:13, 132. Tom Nemeth 1:08:27, 133. Anne Hesse 1:08:32, 134. Marc Frisch 1:08:33, 135. Michele Vaglia 1:08:34, 136. Cedric Clement 1:08:36, 137. Nr. 9809 1:08:39, 138. Anouk Goergen 1:08:42, 139. Patrick Hermes 1:08:43, 140. Eric Grethen 1:08:47, 141. Yves Dockendorf 1:08:49, 142. Claude Schule 1:08:49, 143. Nico Hirsch 1:08:51, 144. Nathalie Bart 1:08:51, 145. Cielia Bonne 1:08:56, 146. Bertrand Goergen 1:08:56, 147. Georges Johaentges 1:08:57, 148. Albert Treff 1:08:58, 149. Tom Brosius 1:09:01, 150. Eymeric Germain 1:09:04.
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