Weltberühmte Degenfechterinnen wie die Französin Laura Flessel-Colovic oder die Deutsche Olympiasiegerin Britta Heidemann kämpften im Limpertsberger Fechtzentrum jahrelang um den Sieg beim «Souvenir Jozef Nowara».Doch das ist jetzt erst einmal vorbei. Nachdem der Luxemburger Verband erst kürzlich die Streichung des Junioren-Weltcups für Degenfechter aus dem internationalen Wettkampfkalender (Challenge Gretsch) hinnehmen musste, ist nun das Highlight der Saison organisatorischen Problemen zum Opfer gefallen.
Vor kurzem informierte der Verein «Cercle grand-ducal d’escrime Luxembourg» den Verband, dass er den neuen organisatorischen Vorgaben der internationalen Föderation nicht gewachsen sei und daher die Veranstaltung abgeben müsse. Der internationale Verband hatte es sich und den Veranstaltern vor kurzem zur Vorgabe gemacht, die Turniere zu professionalisieren.
In einer Art Ad-hoc-Sitzung zwischen Verband und Vereinen versuchten beide Parteien den Weltcup noch zu retten. Aber auch der Verband hat nicht genügend Ressourcen, um den internationalen Standards gerecht zu werden, und so war die FLE gezwungen, am 21. Dezember den «Souvenir Jozef Nowara» abzusagen.
Transportprobleme
Vor allem der Transport der elektronischen Meldeanlage sprengt den Rahmen. Die Firma Swiss Timing kann den genauen Preis und die Bereitstellung der Anlage nicht gewährleisten. Vordergründig weil zwei Tage später ein Junioren-Weltcup in Jordanien stattfindet und der Transport zwei Tage dauern würde. Pascal Tesch, Technischer Direktor der FLE, erklärt: «Die Kosten für den Transport liegen zwischen 4.000 und 10.000 Euro. Eine Garantie konnte uns keiner geben. Das war uns zu riskant.»
Trotz fristgerechter Absage hat der Internationale Fechtverband den Weltcup bis jetzt noch immer nicht aus dem Kalender gestrichen. «Dies bedeutet, dass uns der Dachverband zur Organisation verdonnern könnte oder das Turnier irgendwo anders austragen könnte»,sagt Pascal Tesch. So weit wird es wohl trotzdem nicht kommen.
Der «Souvenir Nowara» hätte in diesem Jahr seine 21. Auflage gefeiert. Damit werden in nächster Zukunft nur zwei internationale Junioren-Weltcupturniere (Florett und Degen) in Luxemburg ausgetragen.
Zu Demaart
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