Dienstag13. Januar 2026

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Ganz schön unsportlich

Ganz schön unsportlich
(dpa)

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Klitschko-Bezwinger Tyson Fury könnte für seine verbalen Entgleisungen zur Rechenschaft gezogen werden. Die britische Polizei ermittelt gegen ihn wegen homophober Äußerungen.

Der 27-Jährige Box-Weltmeister Tyson Fury hatte in Interviews gesagt, dass Homosexualität im gleichen Maße verboten gehöre wie Pädophilie. Ein TV-Zuschauer hat Fury deswegen angezeigt. Die Polizei nehme diese Angelegenheit «sehr ernst», bestätigte eine Sprecherin der Polizei Manchester der Nachrichtenagentur AFP.

Nach den Äußerungen hatten tausende Briten auf Furys Ausschluss von der BBC-Sportlerwahl gedrängt. Der Engländer, der am 28. November in Düsseldorf sensationell Wladimir Klitschko entthront hatte, war zuletzt mehrfach wegen diskriminierenden Äußerungen aufgefallen. Für ihn gehören Frauen «in die Küche oder auf den Rücken».

Zuletzt hatte er sich die Sportelite seiner Nation, namentlich Formel-1-Champion Lewis Hamilton und Tennis-Star Andy Murray, vorgenommen. «Was braucht man denn an Persönlichkeit, um ein Auto hundertmal um einen Kurs zu fahren oder einen Ball hin und her zu schlagen? Nicht wirklich viel, oder?», sagte er in einem Video-Interview, nachdem mehr als 100.000 Landsleute in einer Petition Furys Streichung von der Nominierungsliste zum «BBC Sportler des Jahres» gefordert hatten, die Hamilton und Murray anführen. Und überhaupt: Die Unterzeichner der Petition seien «50.000 Wi….r». «Ich weiß zu einer Million Prozent, dass ich mehr Persönlichkeit in der Spitze meines kleinen Fingers habe als sämtliche Nominierten zusammen», polterte das Schwergewicht Fury weiter: «Jeder im Land weiß das. Wenn es nach Persönlichkeit geht, gibt es nur einen Sieger. Und wenn es nach sportlichem Erfolg geht, dann gibt es auch nur einen Sieger.»

Radiointerview, in dem Fury über Homosexualität und Pädophilie spricht: