„Ich denke noch nicht daran, dass ich mit einer Niederlage aufhören könnte“, versicherte der Trainer der Schweizer Nationalmannschaft vor dem WM-Auftakt gegen Ecuador. Bei seiner Abschiedstournee, bei seinem letzten Auftritt auf der großen Fußball-Bühne versucht Hitzfeld, das nahe Ende auszublenden.
Der 65-Jährige sagt stattdessen lieber typische Hitzfeld-Sätze. „Der Fokus liegt auf der Gruppenphase.“ Hitzfeld ist kein Mensch, der sonderlich gerne über sich und seine Emotionen redet. Diszipliniert, sachlich und eher zurückhaltend tritt der mehrfache Meistertrainer auch vor dem selbst gewählten Gang in die Rente auf.
„Goldene Generation“
„Er ist sehr ruhig“, beschreibt der Linksverteidiger Ricardo Rodriguez die Arbeitsweise des Coaches: „Er weiß, wann er was sagen muss, und wann nicht.“ Zwischen den beiden Bayern-Engagements pausierte Hitzfeld drei Jahre. Die vielen Spielzeiten in der Spitze der Bundesliga, der tägliche Stress und der Druck, die äußere und die eigene Erwartungshaltung, sie hatten an ihm gezehrt.
Zum Abschluss seiner erfolgreichen Laufbahn wählte er den Job als Trainer der „Nati“. Und dort profitiert er nun von einer „goldenen Generation“, wie er es selber ausdrückt. 2009 gewann die Schweiz die U17-Weltmeisterschaft dank vieler Spieler mit Migrationshintergrund wie Rodriguez oder Granit Xhaka. „Wir sind eine sehr gute Mannschaft“, sagt Rodriguez voller Selbstbewusstsein: „Die ist jetzt die beste, die wir je hatten.“
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