Ein knappes Vierteljahrhundert nach dem Massenmord an über 7.000 Moslems werden im ostbosnischen Srebrenica noch immer die Gräber ausgehoben: Am Dienstag werden die Überreste von 35 Opfern beerdigt. Von einer Aussöhnung ist der Vielvölkerstaat weit entfernt: Wie jedes Jahr wird der Gedenktag von gegenseitigen Aufrechnungen überschattet.
Von unserem Korrespondenten Thomas Roser
Noch immer werden im bosnischen Srebrenica die Opfer des Massenmords zu Grabe getragen. 23 Jahre nach dem von serbisch-bosnischen Truppen in der damaligen UN-Schutzzone begangenen Genozid an über 7.000 Moslems werden am Dienstag auf dem Gedenkfriedhof von Poticari die Überreste von 35 Opfern beerdigt. Bisher ruhen dort 6.575 mit DNA-Abgleichen identifizierte Opfer. Mehr als 1.000 gelten noch als vermisst.
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