Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) zeigte sich bei seinem dreitägigen Besuch in Luxemburg sichtlich beeindruckt. Nicht nur von unserem «herzlichen» Parlamentspräsidenten Mars di Bartolomeo und von unserem «unschlagbaren» und «klugen» Premier Xavier Bettel. Sondern auch von Luxemburgs politischem Modell. Ramelow zieht Parallelen zwischen den Dreierkoalitionen Luxemburgs (DP-LSAP-Grüne) und Thüringens (Die Linke-SPD-Grüne). Beide seien keine normalen 0815-Koalitionen von der Stange. Das gute Funktionieren dieser Konstellationen zeige, so Ramelow, dass man neue politische Wege gehen und neue Formate entwickeln müsse. Im Interview, das wir mit dem Thüringer Ministerpräsidenten bei einem Besuch im Filmland in Kehlen führten, verrät er uns außerdem seine Sicht auf die DDR, wirft einen Blick auf neue linke Bewegungen, spricht über seine Position in der Flüchtlingspolitik, deutsche Panzer in Syrien und den Umgang der Linken mit dem Rechtspopulismus.
Von Eric Rings
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