Die Polizei- und Armeegewerkschaft fordert nicht nur weiterhin den Rücktritt von Armeechef Alain Duschène, sondern nun auch den von Verteidigungsminister François Bausch („déi gréng“) und dem delegierten Verteidigungsminister Henri Kox („déi gréng“).
Weg vors Gericht
Das SPFP kritisiert, dass Christian Schleck und die Gewerkschaft weder im Parlament noch bei den verantwortlichen Regierungsvertretern Gehör gefunden hätten. Weiter wird bemängelt, dass sich die Minister Bausch und Kox ihrer Verantwortung entzögen und sich blind hinter General Duschène stellten, ohne die Gegenseite gehört zu haben. Für das SPFP ist damit klar, dass die Lügen des Generals gedeckt werden sollen.
Es bleibt auch bei dem Vorwurf, dass die gewerkschaftliche Freiheit mit Füßen getreten worden sei. Deshalb ist das SPFP jetzt zur Überzeugung gelangt, dass nur der Weg zur Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf für Klarheit sorgen könne. Dies solle jedoch nicht der einzige Schritt vor ein Gericht bleiben: Auch gegen den Armeechef selbst soll Klage geführt werden.
Letztlich weist das SPFP darauf hin, dass Christian Schleck aktuell nicht denselben Job bei der Armee macht wie vor seiner Versetzung. Es kann also nach wie vor nicht die Rede davon sein, „Schleck dürfe auf seinem Posten bleiben“.
Alles auf den Tisch
Das SPFP hatte am Dienstagabend zu einer Informationsversammlung geladen. Dort wurden sämtliche Dokumente, die dem Syndikat in der Sache vorliegen – mit dem Einverständnis von Christian Schleck – öffentlich gezeigt. Diese Unterlagen untermauern die Darstellung der Gewerkschaft. Dokumente der Armee fehlen weiterhin.
Im Verlauf des Tages soll eine Pressemitteilung des SPFP mit weiteren Details folgen, heißt es von informierter Stelle. Das Tageblatt hat ebenfalls die Minister Bausch und Kox um ihre Darstellungen und Reaktionen gebeten. Eine Antwort blieb bislang aus.
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