Am Montag trat der Dekan von St. Paul’s, Graham Knowles, zurück. Seine Position sei «unhaltbar geworden», sagte er zur Begründung. Zuvor war mit Giles Fraser bereits ein anderer hoher Würdenträger der Kirche wegen der Proteste zurückgetreten.
Die Kirche, die in der Nähe der Londoner Börse gelegen ist, hatte die Protestbewegung unter dem Motto Occupy vor mehr als zwei Wochen zunächst willkommen geheißen. Nach einigen Tagen musste die Kirche jedoch für Besucher schließen, weil unter anderem die Zufahrtswege für Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge versperrt waren. Dies war die erste Schließung von St. Paul’s seit dem Zweiten Weltkrieg.
Demonstranten bleiben
Am vergangenen Freitag machte sie wieder auf; die Demonstranten wichen jedoch trotz aller Bitten der Kirche nicht von der Stelle. Während der Schließung waren der Kirchengemeinde täglich 20.000 Pfund (rund 23.000 Euro) Einnahmen aus Führungen, Spenden und Souvenirverkauf verloren gegangen.
Die City of London Corporation als zuständige Verwaltungsbehörde setzte den Demonstranten am Montag eine Frist von 48 Stunden um das Gelände zu verlassen. Bereits zuvor hatte die Behörde rechtliche Schritte eingeleitet. Das Verfahren kann aber Monate dauern.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können