Nach dem vereinbarten vorläufigen Verfahren müssen immer zwei autorisierte Crewmitglieder im Cockpit sein, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag in Berlin mitteilte. Die Lufthansa will diese Regelung nach eigenen Angaben «so schnell wie möglich» umsetzen. Die Airlines stimmten sich laut BDL bei den Beratungen am Freitagmorgen auch mit dem Bundesverkehrsministerium und dem Luftfahrt-Bundesamt ab. Die Umsetzung der Vereinbarung liegt demnach in der Hand der einzelnen Fluggesellschaften.
Bei der Lufthansa wird die Zwei-Personen-Regel nach Unternehmensangaben bei allen Passagier-Airlines des Konzerns eingeführt, also auch beim Tochterunternehmen Germanwings. Forderungen nach Einführung der Zwei-Personen-Regel waren aufgekommen, weil der Co-Pilot der Germanwings-Maschine nach den bisherigen Ermittlungen allein im Cockpit saß, als er den Airbus am Dienstag offenbar absichtlich in den französischen Alpen zum Absturz brachte. Der Flugkapitän hatte die Kabine kurz verlassen, um auf die Toilette zu gehen. Er kam danach nicht zurück ins Cockpit, weil der Co-Pilot offenbar bewusst die Tür nicht öffnete.
Entscheidung im April
Auch bei der Luxair gibt es Überlegungen die Zwei-Personen-Regel einzuführen. «Im April wollen wir dazu eine Entscheidung treffen,» so Luxair-Sprecher Jean Lasar am Freitag gegenüber Tageblatt.lu. Entschieden sei zu dem Thema noch nichts, da es noch zahlreiche offene Fragen gebe. Unter anderem hängt dies von den unterschiedlichen Flugzeugtypen ab. Gerade die kleinen Maschinen, wie sie die Luxair betreibt, verfügt über andere Türen, wie ein Airbus-Flugzeug.
Bereits am Donnerstag hatten mehrere Fluggesellschaften angekündigt, ihre Vorschriften zu verschärfen, so dass das Cockpit immer mit mindestens zwei Menschen besetzt ist. Während die europäischen Luftfahrtregeln dies nicht zwingend vorschreiben, gilt diese Vorschrift etwa in den USA.
Zu Demaart































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