Die französische Société Générale zählt zu den Top-Fünf-Banken, die am meisten Offshore-Firmen über die panamaische Anwaltskanzlei Mossack Fonseca ins Leben gerufen hat. Insgesamt hat das französische Finanzinstitut laut „Panama Papers“ 979 Briefkastenfirmen gegründet.
Zwei Drittel davon wurden laut Le Monde über die Filiale in Luxemburg – SG Bank and Trust Luxembourg – gegründet. Nach Auswertung der betreffenden Dokumente wird klar, dass die britische HSBC die meisten Offshore-Firmen (2300) ins Leben gerufen hat. Danach folgen die Crédit Suisse (1105 Firmen), die Schweizer UBS (1100 Firmen) und die französische Société Générale (979 Firmen).
Über Luxemburg
Die Gründung von Offshore-Firmen hat die Bank nicht von seinem Pariser Hauptsitz aus organisiert, schreibt Le Monde. Vielmehr wurden für solche Aktivitäten die Filialen in Luxemburg, der Schweiz und auf den Bahamas benutzt – weit weg von Frankreichs Kontrolle.
Die über Luxemburg gegründeten Firmen wurden auf den Seychellen und auf den britischen Jungferninseln angesiedelt. Am 19. März 2010 geht folgende Email von Mossack Fonseca an die Luxemburger Filiale „SG Bank and Trust Luxembourg“: «Nur 660 Dollar für eine Firma in Panama, Bereitstellungskosten inklusive. Zehn Prozent Spezialrabatt auf alle anderen juristischen Schritte. Angebot vier Jahre lang garantiert.»
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