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Zerstörtes Kulturgut wurde wiederbelebt

Zerstörtes Kulturgut wurde wiederbelebt
(Claudio Onorati/dpa)

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Drei von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zerstörte oder schwer beschädigte Kulturdenkmäler sind jetzt als Rekonstruktionen in Originalgröße in Rom zu sehen.

Es handelt sich um Teile des rund 2.000 Jahre alten Baal-Tempels in Palmyra, das mehr als 4.000 Jahre alte Archiv von Ebla (beides Syrien) sowie eine Stierfigur aus der alten assyrischen Hauptstadt Nimrud (Irak). Die Ausstellung «Wiedererstehen aus Zerstörung» im Kolosseum wurde am Donnerstag vorgestellt und ist von Freitag an für Besucher geöffnet.

Die Rekonstruktionen wurden von drei italienischen Firmen in Rom, Florenz und der Emilia-Romagna unter Einsatz modernster Technik wie 3D-Druckern erstellt. Grundlage waren Fotos, Filmaufnahmen und Zeichnungen, soweit vorhanden.

Vergessene Opfer

Der Initiator Francesco Rutelli, Präsident des Vereins «Incontro di Civiltà», war nach eigenen Worten vor einigen Jahren auf die Zerstörungen in der Kriegsregion im Mittleren Osten aufmerksam geworden, als er Satellitenbilder der vom Bürgerkrieg in Syrien verwüsteten Stätte Apameia am Orontes sah. Bald darauf hätten die gezielten Zerstörungen von Kulturgütern durch den IS begonnen.

«Das Kulturerbe darf nicht zum vergessenen Opfer des Krieges werden, die Vernichtung der Identität, des Erbes ganzer Völker hat verheerende Folgen», sagte der frühere italienische Kulturminister und ehemalige römische Bürgermeister der dpa.