Zehn führende Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat sind bei Luftangriffen der US-geführten Koalition ums Leben gekommen. Unter den Toten seien auch mehrere, die in Verbindung mit den Terroranschlägen von Paris sowie geplanten Angriffen gegen den Westen gestanden hätten, sagte Steve Warren, der Sprecher des Anti-IS-Bündnisses.
Die Zehn kamen demnach mehrheitlich durch Drohnenangriffe im Irak und Syrien in den vergangenen 30 Tagen um.
Mindestens zwei von ihnen seien direkt in die Anschlagspläne für Paris verwickelt gewesen, die am 13. November 130 Menschen das Leben kosteten.
«Weitere Angriffe geplant»
Ein führendes französisches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) mit direkten Verbindungen zu den Attentätern von Paris ist nach Angaben der US-Armee in Syrien getötet worden. Der Franzose Charaffe al Mouadan sei an Heiligabend getötet worden. Al Mouadan habe «aktiv weitere Angriffe gegen den Westen geplant», hob Warren hervor.
Al Mouadan hatte demnach «direkte» Verbindungen zu dem mutmaßlichen Drahtzieher der Pariser Anschläge vom 13. November, dem belgischen Dschihadisten Abdelhamid Abaaoud. Der Belgier war nach den mutmaßlich von ihm geplanten Pariser Anschlägen bei einem Polizeieinsatz im Vorort Saint-Denis getötet wurde.
Flucht nach Syrien
Außerdem sei al Mouadan mit Samy Amimour befreundet gewesen, der sich bei den Anschlägen in der Konzerthalle Bataclan in die Luft gesprengt hatte. Al Mouadan war demnach im August 2013 in das Bürgerkriegsland Syrien gegangen, nachdem in Frankreich ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet worden und er unter Kontrolle der Justiz gestellt worden sei.
Ein weiterer getöteter IS-Führer stamme aus Bangladesch, habe aber eine Zeit lang in Großbritannien gelebt und unter anderem für den IS Hackerangriffe getätigt, sagte Warren weiter.
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