Der bei weitem größte Teil der Neu-Infektionen sei in Ost-Europa und Zentral-Asien verzeichnet worden, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie das Europäische Zentrum zur Krankheits-Prävention (ECDC) am Mittwoch mit. «Die hohe und zunehmende Zahl von Aids-Fällen im Osten deuten auf eine späte HIV-Diagnose, eine niedrige Behandlungsquote und einen späten Beginn lebensrettender HIV-Behandlungen», heißt es in dem Bericht.
Alleine in Russland habe es 76.000 neue HIV-Infektionen gegeben. In West-Europa ist die Zahl der Aids-Fälle dagegen kontinuierlich zurückgegangen und lag 2012 fast 50 Prozent unter dem Niveau von 2006. 2012 gab es in Luxemburg 83 neue HIV-Infizierte. 10 Prozent mehr als 2010. In diesem Jahr gab es bislang 70 neue HIV-Fälle.
Heilung nicht möglich
Im Osten des Untersuchungsgebiets, einschließlich mehrerer früherer Sowjet-Republiken, nahm die Zahl der neu diagnostizierten Aids-Fälle dagegen um 113 Prozent zu. Weltweit sind mehr als 35 Millionen Menschen mit HIV infiziert, ein Großteil davon in afrikanischen Ländern südlich der Sahara.
Aids ist nach wie vor eine tödliche Krankheit – eine Heilung ist noch immer nicht möglich. Allerdings kann inzwischen durch Anti-Retroviren-Therapien das Virus über Jahre hinweg in Schach gehalten und so ein Ausbrechen der Krankheit verhindert werden. Mit entsprechenden Medikamenten-Cocktails können HIV-positiv getestete Menschen inzwischen ein halbwegs normales Leben führen. Manche Arzneien haben allerdings schwere Nebenwirkungen.
Zu Demaart
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