«Das ist ein dringendes Thema, denn unser Gelände ist begrenzt, und irgendwann geht uns der Lagerraum aus», sagte der Leiter der Wasseraufarbeitung, Yuichi Okamura, der Nachrichtenagentur AP diese Woche in einem Interview. Derzeit lagern rund 200.000 Tonnen kontaminiertes Wasser in mehr als 300 Tanks auf dem Gelände. Tepco erwartet, dass sich die Menge innerhalb der nächsten drei Jahre mehr als verdreifacht. Zwar wird das Wasser inzwischen recycelt und wieder zur Kühlung der havarierten Reaktoren eingesetzt. Doch die Anlagen sind undicht, und von unten drückt immer wieder Grundwasser nach, sodass die Menge verseuchten Wassers ständig steigt.
Nächsten Monat hofft die Betreiberfirma, ein neues Dekontaminierungsverfahren in Betrieb zu nehmen, mit dem das Wasser so weit gereinigt werden soll, dass es ins Meer geleitet werden könnte. Das bedürfte jedoch noch der Genehmigung und ändert auch nichts an dem Problem des eindringenden Grundwassers. Außenstehende Fachleute befürchten, dass wegen der Undichtigkeiten schon jetzt dauerhafte Umweltschäden entstehen. Der Atomexperte Masahi Goto betrachtet die Ansammlung kontaminierten Wassers als langwieriges Gesundheits- und Umweltrisiko und argwöhnt, dass verstrahltes Wasser schon jetzt ins Grundwasser sickert. «Das ist einfach empörend und zeigt, wie groß die Katastrophe ist.»
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