In knapp 100 Unternehmen besitzt der Staat Anteile. Diese Anteile wollen kontrolliert werden. Dafür schickt er eigens hohe Beamte in die entsprechenden Verwaltungsräte. Sitzt man in einem solchen Verwaltungsrat bekommt man für sein Mandat Geld.
Die Namensliste der hohen Regierungsbeamte wurde auf Druck des Parlaments veröffentlicht. Die Kollegen von RTL haben die Liste am Freitag veröffentlicht. Man hatte sich im vergangenen Jahr mehr Transparenz auf die Fahnen geschrieben. Die Veröffentlichung dauerte allerdings 14 Monate. Was die Staatsvertreter in den Verwaltungsräten verdienen (Jetons) bleibt aber auch in Zukunft geheim. Begründet wird dies mit dem Betriebsgeheimnis der Unternehmen.
Laut Gesetz sind die Regierungsvertreter eigentlich dazu verpflichtet dieses Geld an die Regierungskasse zu überweisen. Doch daran hält man sich nicht. Dies sorgte in der Vergangenheit immer wieder für heftige Kritik.
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