Unter dem Motto «United for Global Change» organisiert die Anti-Globalisierungsbewegung «Real Democracy Luxembourg» in Zusammenarbeit mit Attac Luxemburg, Anonymous und Occupy eine Demonstration nach dem Vorbild des 15. Oktobers. Etwa 350 «Empörte» vereinten sich damals am Place d’Armes. «Am Freitag 11.11.11 erwarten wir wieder ein großes Aufgebot», so Vincenzo Cardile, Ko-Präsident von Attac Luxemburg gegenüber Tageblatt.lu. «Bringen Sie Ihre Ängste, Hoffnungen und Visionen mit um sie mit Gleichgesinnten zu teilen», so der Aufruf auf der Internet-Seite von Real Democracy. Auch «déi Lénk» rufen zu diesem Protest gegen das neoliberale und kapitalistische System auf.
Am Samstag organisiert Attac Saarland unter dem Motto «Banken in die Schranken» eine Großdemo in Frankfurts Bankenviertel. Cardile sagte gegenüber Tageblatt.lu, dass man sich in erster Linie auf die Demo auf der Place d’Armes konzentriere und deshalb, als Attac Luxemburg, nicht zur Frankfurt-Demo aufrufe.
«Real Democracy Luxembourg»
«Real Democracy Luxemburg» ist ein Zusammenschluss von Globalisierungsgegner, die sich selber so definieren: «Wir sind strikt apolitisch und sehen uns nicht als politische Partei auf der Suche nach Mitgliedern, sondern eher als ein neues, globales und fortschreitendes menschliches Gewissen, das versucht sich selbst zu realisieren».
Die Bewegung beschreibt ein «Empörter» als Sprachrohr, über das die Bevölkerung in Luxemburg Gehör finden kann. Die friedliche Bewegung sei eher humanitär und auf gar keinen Fall politisch. Luxemburg habe zwar nicht die Probleme wie etwa Spanien, dennoch habe die «Real democracy» eine Daseinsberechtigung. Allein aus Solidarität zu denjenigen denen es schlechter ginge.
«Dynamische Bewegung»
Alles fing in Spanien an, so Alexis Passadakis vom Attac-Koordinierungskreis in Deutschland gegenüber Tageblatt.lu. In Madrid gingen die Menschen auf die Straße um ihre Stimme gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit, die bei 45 Prozent liegt, zu erheben. Seit Monaten wird Spaniens Wirtschafts- und Sozialpolitik von den „Indignados“ (Empörten) angeprangert. Dazu gesellte sich die Anti-Börsen-Bewegung „Occupy Wall Street“ in New York.
So kam es dazu, dass bereits im August der 15. Oktober von mehreren Akteuren zum weltweiten Protesttag gegen den Kapitalismus ausgerufen wurde, so der Attac-Sprecher. Die Bewegung stehe erst am Anfang und finde immer mehr Anhänger. Es gebe keine zentrale Koordination, da es eine sehr dynamische Bewegung sei. Auch mehrere Facebook-Gruppen wie «United for Global Change» oder «Real democracy» wurden ins Leben gerufen.
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