Sämtliche Sicherheits- und Hilfsdienste im Land werden mit einem neuen digitalen Funksystem ausgerüstet. Neben der Infrastruktur müssen auch neue Funkgeräte beschafft werden. Insgesamt wird es 11.500 Nutzer im Land geben. Bis 2015 soll das analoge Netz durch ein digitales namens «Renita abgelöst werden. Daran angeschlossen sind auch die Überwachungssysteme an Brücken, Tunnelanlagen und Gebäuden
Premierminister Xavier Bettel spricht von einem wichtigen aber auch teuren Projekt. Dementsprechend lang sei darüber im Regierungsrat beraten worden. In den kommenden 15 Jahren fallen Kosten in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro an.
Abhörsicher
Grünes Licht gab es im Parlament bereits Ende April 2012. «Der eigentliche Start war wegen der Neuwahlen und einem juristischen Streit mit einem privaten Anbieter nach hinten gerutscht,» so Bettel am Freitag.
Luxemburg orientiert sich am System wie es in Belgien, den Niederlande und Deutschland zum Einsatz kommt. «Renita» ist ein abhörsicherer Digitalfunk für Polizei und Rettungskräfte. So können bei Personenkontrollen die Beamten per Laptop und Digitalfunk wesentlich schneller als bisher Daten abgleichen oder bei Einsätzen auch Grafiken, Lagepläne und Bilder abrufen. Das gilt auch für Rettungskräfte bein Bränden oder anderen Großeinsätzen.
Technische Probleme
Wann es eine Testphase gibt, ist noch nicht bekannt. Beim Nachbar Deutschland gab es über Jahre große Probleme bei der Einführung des digitalen Funknetztes. In zahlreichen Bundesländer musste für hunderte von Millionen Euro nachgerüstet werden.
Zu Demaart
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