In den vergangenen fünf Tagen seien in den Regionen, die als Waffenruhegebiete gelten, 24 Zivilisten ums Leben gekommen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. Unter den Opfern waren demnach sechs Kinder und fünf Frauen. In den Tagen vor der Waffenruhe seien in den entsprechenden Gebieten täglich etwa 38 Zivilisten getötet worden.
Die von den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe hatte am Samstag begonnen. Sie hält bisher weitestgehend, auch wenn sich Regime und Opposition gegenseitig Verstöße vorwerfen.
IS und Al-Nusra
Weiter heftige Kämpfe gibt es jedoch mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die wie der syrische Al-Kaida-Ableger Al-Nusra-Front von der Feuerpause ausgenommen ist. In den vom IS kontrollierten Regionen und angrenzenden Gebieten seien seit Beginn der Waffenruhe auch 49 Zivilisten getötet worden, erklärten die Menschenrechtsbeobachter.
Zugleich herrscht den Menschenrechtlern zufolge weiter Not in belagerten syrischen Städten. So seien seit Beginn der Waffenruhe vier Kinder und ein Erwachsener in den vom Regime abgeriegelten Orten Duma, Madaja und Daraja an den Folgen von Mangelversorgung gestorben.
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