Auf Druck der EU müssen Europas Mobilfunkanbieter ihre entsprechenden Tarife senken. Von Dienstag (1. Juli) an dürfen im EU-Ausland eigene Telefonate nicht mehr als 19 Cent pro Minute plus TVA kosten – bislang waren es 24 Cent. Luxemburger Verbraucher zahlen maximal 21,8 Cent pro Minute.
Eine SMS-Nachricht schlägt für Kuden in Luxemburg mit höchstens 7 statt bisher 9,5 Cent zu Buche. Am stärksten sinken die Preise für das Herunterladen von Daten und das Surfen im Internet. Luxemburger Anbieter dürfen dafür nur noch maximal 23 statt 53,5 Cent pro Megabyte berechnen.
Roaming bald Geschichte
EU-Kommissarin Neelie Kroes nannte die Extrakosten (Roaming-Gebühren) am Montag in Brüssel «altmodisch». Im europäischen Binnenmarkt sei das Ziel die völlige Abschaffung solcher Aufschläge: «Ich bin zuversichtlich, dass diese Gebühren vor Weihnachten 2015 für immer wegfallen werden.» Ab dem 15. Dezember 2015 soll es sie nicht mehr geben. Einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission hat das Europaparlament bereits gebilligt. Nun müssen sich die Staaten aber noch untereinander einigen – was Kroes bis zum Jahresende erwartet. Am Ende müssen beide Seiten zustimmen.
Seit Jahren macht die EU-Kommission Telekomanbietern Druck, die Preise beim Handy-Telefonieren im EU-Ausland zu senken. Seit 2007 haben die Gebühren für Telefonate, SMS und mobiles Internet-Surfen nach Angaben der Behörde schon um mehr als 80 Prozent abgenommen.
Zu Demaart
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