«Ich wäre nicht erstaunt, wenn es in weniger als fünf Jahren Versuche gibt, das Internet für Attentate zu nutzen», sagte Gilles de Kerchove der belgischen Zeitung «La Libre Belgique» (Samstag). Er halte es für möglich, dass Terroristen sich Zugriff auf die Kontrollzentralen von Nuklearanlagen, die Steuerung von Talsperren, die Luftraumüberwachung oder Weichenstellwerke verschaffen.
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verfüge über viele junge Mitglieder, die mit dem Internet aufgewachsen seien. «Irgendwann wird es einen Typen mit einem Doktortitel in Informationstechnologie geben, der in der Lage ist, in ein System einzudringen», sagte de Kerchove.
Er warnte auch vor dem Potenzial biologischer Waffen. Er verwies auf eine frühe Ausgabe einer Zeitschrift des Terrornetzwerks Al Kaida, in dem der Bombenbau in der heimischen Küche erläutert worden sei. «Was wird passieren, wenn wir ankommen bei ‚Wie man einen Virus in der Küche seiner Mutter entwickelt'», fragte er.
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